„IV-Teacher´s Award 2008 – Zukunft der Schule“

Nachfolgend finden Sie einen kurzen Überblick über die Preisträger des 1. "Teacher's Award".
Die Preisträger Grundstufe

Grundstufe

1. Platz
Erich Pammer, ASO Langenstein
http://www.asolangenstein.eduhi.at/

E-Learning in der Behindertenpädagogik

An der ASO Langenstein werden seit vielen Jahren intensiv e-learning Projekte betrieben. Jedes behinderte Kind hat einen Computer mit Internetanschluss zur Verfügung, wodurch individuelles Lernen im je eigenen Tempo ermöglicht und die übliche Bindung an Jahrgangsklassen praktisch aufgelöst wird. Für jedes Kind wird ein individueller Lehrplan (Förderplan) erstellt, der „in progress" immer wieder neu angepasst wird.

E-learning ermöglicht den behinderten SchülerInnen ein Lernen nach einem auf jedes einzelne Kind abgestimmten Lehrplan und somit die bestmögliche Förderung der Stärken und Talente der Kinder.

Nicht die Schwächen herausstellen, sondern die Stärken fördern ist zwingendes Prinzip der Schule", formuliert Direktor Pammer seine Philosophie.

2. Platz
Michaela Esterl, Julia Trs, Natalie Bartoli, GTVS Europaschule Wien
http://www.europaschule-wien.com/

SIB - Scuola Elementare Italiano Bilingue

Im Schuljahr 2001/02 startete auf Initiative von Frau Direktorin Ilse Henner erstmals das Projekt SIB (Scuola Elementare Italiano Bilingue), das mittlerweile bereits 4 Klassen umfasst.

Kinder mit deutscher und italienischer Muttersprache besuchen gemeinsam eine Klasse, in der Italienisch die zweite Unterrichtssprache ist. Eine Stunde täglich wird der Unterricht von den zwei Klassenlehrerinnen und einem native speaker in der Zweitsprache Italienisch gehalten.

Bei Projektwochen in Italien und im Austausch mit Kindern aus der Partnerschule in Zafferana/Sizilien können die Kinder Italienisch dann in ihrer alltäglichen Lebenswirklichkeit erproben.

Begleitet wird das Projekt von intensiver Elternarbeit und einem ständigen Austausch mit dem italienischen Kulturinstitut und dem Europabüro des Stadtschulrates in Wien.

3. Platz
Renate Fuchs, Private VS d. Schulvereins der Grazer Schulschwestern, Graz-Eggenberg
http://www.schulschwestern.asn-graz.ac.at/vs/vs.htm

„Spacedancers"

Das Projekt „Spacedancers" umfasst Konzeption, Organisation, Erarbeitung und Aufführung einer Performance, bestehend aus Tanz und darstellendem Spiel zu Songs aus verschiedenen Musicals, aus denen eine neue Geschichte mit dem Titel „Spacedancers" wird. Dem Projekt gehen vier Jahre „Tanz und Bewegung" als Unverbindliche Übung voraus, an der alle 29 SchülerInnen von der 1. - 4. Klasse teilnahmen.

Tanz und Bewegung unterstützen selbstsicheres, kreatives und motiviertes Lernverhalten und fördern das vernetzte Denken. Darum sind umfassende Bewegungserfahrungen gerade in einer Zeit, in der die Bewegungsentwicklung immer mehr eingeschränkt ist, von tiefgreifender Bedeutung für die Gesamtentwicklung von Kindern.

Sekundarstufe I

1. Platz
Birgit Peherstorfer, Praxishauptschule der Privaten PH der Diözese Linz
http://www.stifterschule.at/

„Techno Girls"

Die „Techno Girls" sind Mädchen in der 5. Schulstufe, deren technisches Interesse durch spannende Präsentationen von technischen Phänomenen und Einblicke in vor allem technisch-orientierte Berufszweige gefördert wird. Weiters soll durch gemeinsame Aktivitäten von Gleichgesinnten der Teamgeist gefördert und die emotionale Komponente zur Entscheidung für einen technischen Beruf verstärkt werden.

Im Rahmen einer geblockten Unverbindlichen Übung werden Workshops für die Mädchen mit jeweils einem technischen bzw. physikalischen Schwerpunkt durchgeführt. In regelmäßigen Abständen werden Exkursionen zu Firmen mit technischem Schwerpunkt durchgeführt, bei denen die Schülerinnen auch selbst aktiv werden. Zum Recherchieren von Experimenten bzw. beim Planen von Exkursionen zu Firmen werden das Internet und andere Medien eingesetzt. Die Exkursionen (wie auch die Experimente) werden mittels Fragebogen, den die SchülerInnen (s.o.) selbst  am Computer auswerten, evaluiert. Die Ergebnisse werden als Feedback an den jeweiligen Betrieb (auch für Werbezwecke) weitergeleitet.

2. Platz
Nina Pongratz & Martin Baumann, BG/BRG Leoben I
http://www.gym-leoben.net/

Workshops zur Berufsorientierung

Die Workshops zur Berufsorientierung sollen die SchülerInnen bei der Entscheidung über ihren schulischen und beruflichen Werdegang unterstützen, wobei Einblicke in den Alltag verschiedener Berufsgruppen in Form von Realbegegnungen ermöglicht werden. Darüber hinaus soll die Persönlichkeitsentwicklung der SchülerInnen der 8. Schulstufe gefördert werden.

In zwei Modulen eines Workshops werden unter anderem folgende Themenschwerpunkte behandelt: Stärken/Fähigkeit/Talente (Selbstbild/Fremdbild), Sprache und Präsentation (videoanalysiert), Zielorientierung, Interviews zum Thema Ausbildung und Berufseinstieg (mit AbsolventInnen der Schule), Bewerbung (Verfassen von Bewerbungsschreiben, Bewerbungsgespräche). Weiters präsentieren sich VertreterInnen von Fachhochschulen und Universitäten in diesen Workshops mit dem Thema „Die Hochschule als ein großes Ziel".

Bei der Auswahl der PartnerInnen für die Realbegegnungen wird darauf geachtet, dass auch Frauen in technischen Berufen ihre Erfahrungen in der Arbeitswelt vorstellen können. Die SchülerInnen lernen neben den „klassischen" Berufen neue Arbeitsbereiche wie jene der NetzwerktechnikerInnen, MediendesignerInnen oder KunststofftechnikerInnen kennen.

3. Platz
Gerda Stingeder & Team der PHS Sacré Coeur Pressbaum, PHS Sacré Coeur Pressbaum
http://schulen.asn-noe.ac.at/gympressbaum/phs/

Spezielle Unterrichtsfächer für den Schwerpunkt „Berufsorientierung"

Um den SchülerInnen der PHS den Übergang sowohl in die AHS-Oberstufe wie auch für eine beruflich erfolgreiche Laufbahn (Lehre) zu erleichtern, sollen diese neben der Vermittlung von fachlicher Kernkompetenz auch mit einer breiten Grundausbildung von sozialen Fähigkeiten ausgestattet sowie in ihrer individuellen Persönlichkeit gestärkt werden. Damit die fachlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen in einem offenen, fächerübergreifenden und projektorientierten Unterricht vermittelt werden können, wurde an der PHS Pressbaum Sacré Coeur 2005 eine eigene Kooperative Hauptschule (Mittelstufe mit Schwerpunkt Berufsorientierung) gegründet.

In einem österreichweit einzigartigen Konzept wurden schulautonom spezielle Unterrichtsgegenstände und Unterrichtsmethoden als Ergänzung zum normalen Unterricht festgelegt und weiters fächerübergreifend Kooperationen mit weiterführenden Schulen, Universitäten sowie mit Betrieben durchgeführt. In der 8. Schulstufe erfolgen Schnuppertage an ausgewählten Betrieben sowie Exkursionen beim AMS, im WIFI und in der Landesberufschule. Ebenso werden Lehrende aus den BHS und BMS sowie VertreterInnen von Betrieben in den Unterricht eingeladen. Dadurch erfolgt eine intensive Auseinandersetzung mit den heutigen wie zukünftigen Anforderungen der Berufswelt und darüber hinaus eine Konfrontation sowohl mit Trendberufen wie auch mit Berufsnischen.

Sekundarstufe II

1. Platz
Hans Hofbauer & Oswald Eschelmüller, BG/BRG/BAG Horn
http://www.bghorn.ac.at/joomla_bg/index.php

Praktische Anwendung von Solartechnik

Das BRG Horn geht in den Naturwissenschaften einen neuen, praxisbezogenen Weg. Fächerübergreifend mit Werk- bzw. Bildnerischer Erziehung wird ein Physiklehrplan sowie ein Oberstufenlehrplan mit besonderer Berücksichtigung von Sachbezügen aus Technik und Wirtschaft entwickelt.

In schülerzentrierten Projektarbeiten mit ganzen Klassen (teilweise auch mit interessierten Kleingruppen) wird eine Produktfolge von funktionsfähigen Produkten (mit dem Schwerpunkt Solartechnik) entwickelt und gebaut, wobei alle immer öffentlich präsentiert werden.

Um ihre Projekte zu realisieren, treiben die Schülerinnen und Schüler selbst Sponsorengelder auf, präsentieren die Produkte vor Publikum und verfassen Projektberichte als Projektdurchführungsnachweis. Darüber hinaus werden Kontakte zu Institutionen, Wirtschaftsbetrieben sowie Universitäten geknüpft und Techniker und Wirtschaftstreibende im direkten Kontakt als Berater und Geldgeber eingebunden.

2. Platz
Georg Frauscher, BG/BRG Stainach
http://www.bg-stainach.asn-graz.ac.at/

Oberstufenprofil „Wirtschaft und Recht"; „Unternehmerführerschein an der AHS"

Vor 3 Jahren wurde am BG/BRG Stainach das Oberstufenprofil „Wirtschaft und Recht" initiiert, aufgebaut und realisiert. Es  umfasst in der 6. bis 8. Klasse 8 Stunden Wahlpflichtgegenstände in Business Englisch, Betriebwirtschaftlehre (BWL), die Führung einer Junior Firma (in Zusammenarbeit mit der WKO) und  Wirtschaftsrecht.  Erstmals ist im Juni 2008 nun bei der mündlichen Matura der Gegenstand „Wirtschaft und Recht" selbstständig wählbar.

Das zweite Projekt „Unternehmensführerschein und Unternehmerprüfung an der AHS" wird ebenfalls in Zusammenarbeit mit der WKO umgesetzt. Ab der 4. Klasse können die Schüler und Schülerinnen nach 3 Modulen und einem von einem externen Referenten abgehaltenen Prüfungskurs den Unternehmerführerschein erlangen und noch vor der Matura die Unternehmerprüfung ablegen.

Darüber hinaus wird alle zwei Jahre eine eigene Bildungsmesse an der Schule veranstaltet, bei der sich Vertreter/innen von Fachhochschulen und steirischen Universitäten den Maturant/innen vorstellen. Ein „Bildungspass" ermöglicht besonders engagierten Schüler/innen der 7. und 8. Klasse ein Schnuppern an tertiären Bildungseinrichtungen.

3. Platz
Karin Rantschl-Schwaiger & Karl Lengauer, HTL für Lebensmitteltechnologie / Biotechnologie Wels
http://www.htllmt.at/

„Explosionsschutzverordnung"

Ziel des Projekts war die Erstellung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokuments mit Explosionsschutzdokument für die schuleigene Lehrmühle. Die neue Explosionsschutzverordnung VEXAT regelt die Sicherheit am Arbeitsplatz und machte daher die Erstellung eines solchen Dokuments notwendig. In weiterer Folge sollten die Schüler/innen und Schüler auch anderen Jugendlichen und Erwachsenen das sichere Arbeiten in einer Mühle nahe bringen.

Gemeinsam mit dem Arbeitsinspektorat Wels und dem TÜV Wels erstellten die  Schüler und Schülerinnen des IV. Jahrganges in einem Projekt dieses Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument. Eine Präsentation für die Messe Jugend und Beruf 06 in Wels wurde erarbeitet, die Botschaft des Dokuments unter Einsatz selbst erstellter Kommunikationsmittel transportiert. Das prämierte Konzept diente als Anleitung für die Erstellung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumentes mit Explosionsschutzdokument für österreichische Mühlen.

Projekte

1. Platz
Konrad Steiner, HBLA für Landwirtschaft Ursprung
http://hbla.ursprung.at/Schule/

„Stevia: Verbotenes vs. Karies"

Karieshemmende Kaugummis mit dem Zahnpflegemittel Xylit (einem künstlich hergestellten Süßstoff) sind schon lange auf dem Markt. Hingegen ist die aus Paraguay stammende Pflanze Stevia als Nahrungsmittel in der EU noch nicht zugelassen, im Gegensatz zu z.B. Japan, wo süße Gerichte ohne Stevia nur mehr selten zu finden sind.

Ziel des Projektes ist der Versuch, die karieshemmende Wirkung von Stevia zu belegen und Unsicherheiten über eine toxikologische Wirkung zu relativieren. Weiters soll neben der Vermittlung von fachlichen Inhalten (Arbeit im Gentechniklabor, Pflanzenbau) speziell die Eigenverantwortung der Projektteilnehmer/innen gestärkt werden.

Laborversuche zur Bestätigung der Forschungshypothesen, der Anbau und Feldversuche mit der süßen Pflanze sowie die Vermehrung und Vermarktung der Steviapflanze mit Unterstützung eines externen Partners (TirolMilch-Latella) sind weitere Stationen des Projekts.

Wird der aus der Seviapflanze gewonnenen Süßstoff (Steviosid) zugelassen, hat das Projektteam bereits entsprechende Produktideen entwickelt und für die Nahrungsmittelindustrie anzubieten.

2.  Platz
Angelika Fussi, HS II und Realschule Feldbach
http://www.hsrs-fb.stsnet.at/

Produkt- und handlungsbezogener Unterricht

Das Projekt, bei dem eine intensive, handlungsorientierte und fächerübergreifende Auseinandersetzung mit verschiedensten Themenbereichen aus dem Bereich der Physik im Mittelpunkt steht, erstreckt sich über 3 Jahre mit jährlichen Schwerpunkten. Das Projektjahr 1 ist der „Begegnung mit der Physik" gewidmet, wo methodisch unter dem Motto „Von Küchenutensilien zu Laborversuchen" an bekannte Inhalte angeknüpft wird. Das 2. Projektjahr hat den Schwerpunkt „Elektrischer Strom" (Beobachten-Messen-Verstehen von Grundzusammenhängen). Im 3. Projektjahr beschäftigen sich die Schüler/innen mit elektrischer Energietechnik.

Der experimentelle Unterricht erfolgt in Kleingruppen, die Schüler/innen werden auch zum freien Experimentieren zu Hause angespornt. Das Zusammenführen von Theorie und Praxis, also von Erklärungen und experimenteller Nachprüfung, sowie der Entwurf und die arbeitsteilige Fertigung von Produkten sind wichtige Maßnahmen im Projekt.

Wissenschaftliche und fertigungstechnische Unterstützung erhält das Projekt durch das Institut für Elektrotechnik der Montanuniversität Leoben, im Rahmen von ProVision.

Projektprodukte sind u.a. ein Experimentierkoffer mit zugehörigem Experimentierheft, ein Physikkalender, ein Bühnenstück und eine Lärmbalkenanzeige mit ca. 400 Bauteilen und 1000 Lötstellen. Eine Ausstellung der Unterrichtsergebnisse mit Experimentierstraße bildet den Abschluss des Gesamtprojektes.

3. Platz
Michael Palka, HTBL und VA Mödling, Abteilung Bautechnik
http://htl.moedling.at/

Fahrradschule „bike 2 your future"

Bedingt durch die Größe der Schule (3200 Schüler/innen, ca. 500 Lehrer/innen bzw. Bedienstete) ist das Verkehrsaufkommen in Richtung Stadtrand sehr groß.

Ziel des Projekts war die Einrichtung eines Fahrradleihsystems. Die übernommene Eigenverantwortlichkeit zeigt sich bereits beim Entwurf des Projektkonzepts in Form einer Diplomarbeit und im selbstständigen Entwurf der Prototypen von Überdachungen. Die Schüler/innen arbeiteten auch bei der Errichtung der witterungs- und diebstahlsicheren Fahrradunterstände im Bahnhofsbereich und auf dem Schulgelände mit. Die Fahrräder werden Schulangehörigen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die Präsentation des Projektergebnisses erfolgte in der „Stahlbaurundschau 2007" und in den Medien. Der österreichische Stahlbauverband, die Firma TCI Fahrradabstellsysteme und die Firma Zeman Stahlbau, das Land NÖ, das Lebensministerium sowie die Organisationen Klimabündnis und Zweirad-Freirad unterstützten das Projekt.

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