Die Generalsekretäre der IV von 1946 - 2011

Hier finden Sie eine kurze Auflistung aller ehemaligen Generalsekretäre der Industriellenvereinigung.

rechts im Vordergrund das Haus der Industrie um 1920

Dr. Alexander Hryntschak (Vöslauer Kammgarnfabrik, Vöslau)
Generalsekretär von 1946 - 1948

Geb.: 03.03.1891, Wien
Gest.: 17.03.1974, Wien

Volksschule, Gymnasium, Matura, Studium der Rechtswissenschaften 1910, Promotion 1917.
Leitende Stellungen in der Industrie, Konzipient in einer Anwaltskanzlei zur Zeit des Ständestaates, kommerzieller Direktor der Automobilfabrik Fross-Büssing 1939-1945, freiberuflicher Wirtschaftskonsulent nach dem Zweiten Weltkrieg.
Mitbegründer und Hauptgeschäftsführer der Vereinigung Österreichischer Industrieller 1946-1949.
Präsident der Wiener Symphoniker und der Gesellschaft der Musikfreunde.

Josef C. Böck-Greissau
Generalsekretär von 1948 - 1953

Böck-Greissau wurde am 5. April 1893 in St. Michael (Steiermark) geboren und starb am 21. April 1953 Wien.
Volksschule, Realschule, Technische Militärakademie in Mödling.
Leutnant der Wiener Reitenden Artilleriedivision 1913, Beginn der Industriellenlaufbahn in der Schnellpressenfabrik König & Bauer A.G. in Mödling 1920, Direktor, später im Aufsichtsrat der gleichnamigen reichsdeutschen Firma in Würzburg, gewählt zum Präsidenten der Firma König & Bauer A.G. in Würzburg, Führung seiner eigenen Firma 1938, Ausscheiden aus seiner Firma, die von der Besatzungsmacht in Anspruch genommen wurde, 1947 Vizepräsident der IV, 1948 Übernahme der Geschäftsführung der IV.
Vorstand des Neunkirchner Industrieverbandes, Kammerrat der Handelskammer, Mitglied der Landesleitung des Niederösterreichischen Wirtschaftsbundes 1945, 1947 Vizepräsident der Handelskammer Niederösterreich, Mitglied der Sektionsleitung der Bundessektion Industrie und Vorstandsmitglied der Bundeskammer der gewerblichen Wirtschaft. und der Handelskammer Niederösterreichs, 1949-53 Abgeordneter zum Nationalrat, 1952-53 Bundesminister für Handel und Wiederaufbau.

Dr. Herbert Thausing
Generalsekretär von 1953 - 1960; verstorben

Thausing wurde am 11. Jänner 1889 in Wien geboren. Er absolvierte die juridische Fakultät. Im Jahr 1924 wurde er Sekretär des Verbandes der Markenartikelindustrie, später Referent für gewerblichen Rechtsschutz im Hauptverband der Industrie Österreichs. Zudem bekleidete er in den folgenden Jahren leitende Funktionen in  industriellen Fachorganisationen. Er war dabei als Geschäftsführer des Verbandes der Öl- und Fettindustrie und als Leiter der Geschäftsstelle der Radioindustrie tätig.
Nach dem Krieg agierte er als Geschäftsführer des Verbandes der Maschinenindustrie. 1947 übernahm er die Leitung des handelspolitischen Referats der Vereinigung Österreichischer Industrieller, wo er 1953 als Hauptgeschäftsführer eingesetzt wurde.

Dr. Franz Curt Fetzer
Generalsekretär von 1961 - 1970

Fetzer wurde am 17. April 1900 in Metz (Lothringen) geboren, studierte Rechts- und Staatswissenschaften in Köln, Amsterdam und München und arbeitete während dieser Zeit als Werkstudent bei deutschen Banken. Sein besonderes Interesse galt jedoch der Steuerpolitik, der er auch das Thema seiner Doktorarbeit widmete.
Von 1925 bis 1938 arbeitete er als Steuerreferent im Reichsverband der Deutschen Industrie unter anderem an der Großen Steuerreform 1925 mit. Als Leiter des Wirtschaftspolitischen Sekretariates der Zentrumsfraktion des Deutschen Reichstages und Mitarbeiter des Reichskanzlers Dr. Brüning wirkte er nur kurz, da er mit der Auflösung der demokratischen Parteien beschäftigungslos wurde.
Fetzer übersiedelte dann nach Wien, wo er sich ab 1938 als Steuerberater betätigte. 1942 gründete er die Süd-Ost Treuhandgesellschaft, eine der bekanntesten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften des Landes.
Fetzer verstarb am 3. Jänner 2000 in Wien.

Dr. Kunata Kottulinsky
Generalsekretär von 1971 - 1974

Kottulinsky war von 1971 bis 1974 Generalsekretär der IV unter den Präsidenten Dr. Franz Josef Mayr-Gunthof (bis 1972) und Dr. Hans Igler. Seine Tätigkeit für die Industriellenvereinigung begann 1954, ab 1966 war er als Hauptgeschäftsführer der IV tätig, bis er 1971 Generalsekretär wurde. Auch nach seinem Wechsel in die Oesterreichische Nationalbank (OeNB), deren Geschicke er von 1974 bis 1984 als 2. Vizepräsident mitbestimmte, blieb Kottulinsky der österreichischen Industrie als ebenso hoch geschätzter wie fachlich versierter Ansprechpartner erhalten. Kottulinsky verstarb am 25. August 2004 im 91. Lebensjahr.

Dr. Franz Helbich
Generalsekretär von 1974 - 1976

Geboren: 27. September 1924 in Linz
Verstorben: 27. Juni 2012 in Wien

5 Kinder

Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark

Dr. Arno Halusa
Generalsekretär von 1977 - 1979; verstorben

Prof. Herbert Krejci
Generalsekretär von 1979 -  März 1992

geb. 13. September 1922 in Wien, gest. 10. August 2016 in Wien

Humanistisches Gymnasium, Matura März 1940
anschließend Arbeitsdienst und ab Oktober 1940 Wehrmacht (Luftwaffe), entlassen aus britischer Gefangenschaft im März 1946.
Ab September 1946 außenpolitischer Redakteur der von den US-Streitkräften in Österreich herausgegebenen Tageszeitung Wiener Kurier, dort ab 1952 Ressortleiter für Außenpolitik.
Special Assistent für Presse- und Informationsangelegenheiten der US-Botschaft in Wien.
Ab 1. 4. 1956 Mitarbeiter der Presseabteilung der
Vereinigung Österreichischer Industrieller.
Ab 1961 Leiter der Presseabteilung und Chefredakteur der "industrie".
1971 Leitender Sekretär,
Juli 1977 Generalsekretär-Stellvertreter,
von 1979 bis 1992 Generalsekretär der Vereinigung Österreichischer Industrieller.
Vorsitzender des Aufsichtsrates der Verbundgesellschaft sowie Mitglied anderer Aufsichtsräte.
10-jährige Tätigkeit als Lehrbeauftragter, später
Universitätslektor für Public Relations an der Wirtschaftsuniversität Wien (vormals Hochschule für Welthandel).
Rege publizistische und Vortragstätigkeit mit Mitarbeit bei zahlreichen Publikationen.
Mitinitiator der Ausstellung Österreich 2005 im Belvedere.

Dr. Franz Ceska (Außenamt)
Generalsekretär von 1. April 1992 - 15. Jänner 1997

Geboren 31. Jänner 1936 in Wien

Mittelschule 1946 - 1954: Schottengymnasium Wien
Universitätsstudium 1958: Doktor der Rechte (Universität Wien)
1958/59: Postgraduate-Studium am Europa-Kolleg in Brügge (Belgien)
Dez. 1959 - Juli 1961: Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten; Politische Sektion,
Vereinte Nationen und Europarat
Juli 1961 - Juli 1965: Österreichische Botschaft in Paris
Juli 1965 - März 1968: Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten; Politische Sektion; Vereinte Nationen und Atomfragen
März 1968 - Juli 1969: Sekretär des Bundesministers für auswärtige Angelegenheiten
Juli 1969 - Mai 1975: Stellvertretender Ständiger Vertreter Österreichs beim Büro der Vereinten Nationen und den Spezialorganisationen in Genf, bei CERN etc.
Mai 1975 - Feb. 1977: Leiter der österreichischen Delegation in Berlin (West)
Feb. 1977 - Feb. 1982: Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten; u.a. Leiter der Österreichischen Delegation zum Madrider Folgetreffen der KSZE (1980/83)
Feb. 1982 - April 1988: Österreichischer Botschafter in Brüssel: u. a. Präsident der "EUROPALIA ÖSTERREICH" 1987
April 1988 - Juli 1991: Botschafter, Ständiger Vertreter Österreichs beim Büro der Vereinten Nationen und den Spezialorganisationen, beim GATT sowie bei der EFTA in Genf
Nov. 1991 - Jänner 1997: Generalsekretär der Vereinigung der Österreichischen Industrie
April 1997 - Dez. 2001: Österreichischer Botschafter in Paris
seit 1999: Präsident des "Hilfswerk Austria"
seit Juni 2003: Leiter der Stabstelle für Strategische Außenwirtschaft im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.

Dkfm. Lorenz Fritz (Vizepräsident der IV, Alcatel)
Generalsekretär von 1.2.1997 - 16.8.2004

geboren am 27. Oktober 1944 in Laa/Thaya, NÖ, gestorben am 4. Jänner 2018

Ausbildung: Hochschule für Welthandel in Wien

Berufliche Tätigkeit:
1968 - 1996: Standard Telephon und Telegraphen AG (später ITT Austria bzw. Alcatel Austria) in verschiedenen Funktionen, zuletzt 8 Jahre Generaldirektor
von Februar 1997 - August 2004: Generalsekretär der Vereinigung der Österreichischen Industrie (IV)

Andere Funktionen:
1978: Vorsitzender der Gruppe 1031 der IV
1989 - 1996: Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Fragen der Bildungs- und Gesellschaftspolitik,
Vorsitzender des Ausschusses für Fragen der Außenwirtschaft und der Europäischen Integration und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitische Angelegenheiten der IV
1992 - 1996: Vizepräsident der Vereinigung der Österreichischen Industrie
1994 - 1998: Mitglied des Universitätenkuratoriums (Beratungsgremium für den Bundesminister)
Seit April 1997: Mitglied des Generalrates der Oesterreichischen Nationalbank

Mag. Markus Beyrer
Generalsekretär von 16.8.2004 -  31.3.2011

geboren am 19. August 1965 in St. Pölten, aufgewachsen in Krems, Niederösterreich;
verheiratet, zwei Kinder

Ausbildung
Studium der Rechtswissenschaften und Handelswissenschaften an der Universität Wien und der Wirtschaftsuniversität Wien, Abschluss mit Mag.jur.
Bestandener Concours der Europäischen Kommission' 
Berufsbegleitender, postgradualer (zweijähriger) Universitätslehrgang für Europarecht - Euro-Jus- an der Donauuniversität Krems 
Stanford Executive Program, Graduate School of Business, 
Stanford University

Beruflicher Werdegang 

August 2002 - 2004: Leiter der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik der Wirtschaftskammer Österreich 
2000 - 2002: Kabinett des Bundeskanzlers, Wirtschaftspolitischer Berater des Bundeskanzlers der Republik Österreich 
1999 - 2000: Kabinett des Vizekanzlers, Wirtschaftspolitischer Berater des Vizekanzlers und Außenministers der Republik Österreich 
1996 - 1999: Experte für europäische und internationale Angelegenheiten der Abteilung für Umweltpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich 
1994 - 1996: Attaché für Industrie- und Handelsangelegenheiten in der Ständigen Vertretung Österreichs bei der Europäischen Union 
Frühjahr 1994: Stage in der Europäischen Kommission, Generaldirektion XI (Umwelt) 
1992 - 1994: Mitglied des EU-Experten-Teams ("EU-Kadett") der Abteilung für Integrations- und Handelspolitik der Wirtschaftskammer Österreichs

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