"Tag der Industrie" 2013

Rund 1.000 Gäste, unter ihnen die Minister Reinhold Mitterlehner und Rudolf Hundstorfer als Vertreter der Bundesregierung, feierten am Donnerstagabend in der METHAhall in Wien beim Industrie-Empfang der Industriellenvereinigung den "Tag der Industrie" 2013. Gastredner war der für Energie zuständige EU-Kommissar Günther Oettinger.
Der Präsident der Industriellenvereinigung, Georg Kapsch, nahm zu aktuellen europapolitischen Herausforderungen Stellung und ging vor allem auf die standortpolitischen Reformnotwendigkeiten für jede neue Bundesregierung nach der Nationalratswahl am kommenden Sonntag ein. Welche Parteien auch immer die kommende Bundesregierung bilden werden - sie müssen eine umfassende Reformagenda und eine standort- und beschäftigungspolitische Offensive umsetzen. Nur so können wir Arbeitsplätze am Standort Österreich sichern", betonte Kapsch.

IV-Generalsekretär Christoph Neumayer stellte neueste Zahlen des Industriewissenschaftlichen Instituts zu den Leistungen der österreichischen Industrie für Standort und Gesellschaft vor. „Engagement und Leistung zahlen sich langfristig aus! Die heimische Industrie beweist es. Sie und die mit ihr verbundenen Sektoren stehen laut neuesten Zahlen des Industriewissenschaftlichen Instituts für mehr als 2,44 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Waren im Wert von 408 Milliarden Euro produzieren. Das sind 56,6 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse und 69,8 Prozent des Produktionswerts der gesamten österreichischen Volkswirtschaft."

Zentrale standortpolitische Herausforderungen für die kommende Bundesregierung:

Kosten in den Griff bekommen
Österreichs Lohnstückkosten sind seit 2002 nicht langsamer, sondern sogar schneller gestiegen als jene der 17 Euroländer im Schnitt. - Auch die Arbeitszusatzkosten sind in Österreich dramatisch hoch: Sie machen bereits 48,4 Prozent der gesamten Lohnkosten aus. - Im Energiebereich haben die Belastungen für die Industrie ebenfalls zugenommen - und das, obwohl sich Österreichs Industrie im internationalen Vergleich durch höchste Energieeffizienz auszeichnet.

Steuerstruktur reformieren
Ein nicht mehr zeitgemäßes Steuersystem schreibt Österreichs Status als Hochsteuerland fort: Österreichs Abgabenquote liegt bei 42,2 Prozent (Tendenz steigend) - und damit deutlich über dem Schnitt der EU-28 von 39,1 Prozent.

In die Zukunft investieren
Österreich gibt mehr für die Vergangenheit aus, als für die Zukunft. 2017 wird der Bund laut Bundesfinanzrahmengesetz 2013 - 2017 bereits 37,3 Prozent seiner Ausgaben für vergangenheitsbezogene Budgetpositionen ausgeben - vor allem für Zinsen und Pensionen. Nur ein Viertel aller Bundesausgaben fließt in Richtung Zukunft. Hier gilt es anzusetzen: bei Bildung, Forschung und Entwicklung, Innovation und Infrastruktur.

Das „IV-Programm für Österreich 2013 - 2018" finden Sie HIER

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Event

"Tag der Industrie" 2013

01.06.2013 - 01.06.2013
19:00 - 21:00 Uhr

Ort

Metahall


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