„Kindertag der Industrie“ geht in die 2. Runde

„KIDI“ öffnet erneut Tür zur Welt der Industrie – 800 Kinder, 24 Workshops, 15 führende Industrieunternehmen an zwei Tagen im Wiener Haus der Industrie – MINT-Bereich vor allem für Mädchen mit besten Berufs- und Karrieremöglichkeiten

„Bildung und Wissen sind Zukunft. Sie sind Grundlage für Wohlstand und den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft“, betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Georg Kapsch anlässlich des 2. „Kindertages der Industrie“ (KIDI), der von der IV in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie und Jugend (BMFJ) durchgeführt wird. Bildung trage aber auch ganz entscheidend dazu bei, in noch unbekannte Wissensgebiete vorzudringen, den persönlichen Blickwinkel zu ändern, Begeisterung für Neues zu entdecken und eigene Talente zur Entfaltung zu bringen. Aufholbedarf bestehe ganz besondere beim Wissen der Jugend über die Industrie. „Mit dem KIDI wollen wir dies ändern und Kindern und Jugendlichen von sechs bis zwölf Jahren die Tür zur Welt der Industrie öffnen“, so Kapsch. Insgesamt 800 wissbegierige Kinder und Jugendliche sind am 13. und 14. November im Wiener Haus der Industrie zu Gast, um in 24 Workshops von 15 führenden innovativen Industrieunternehmen und Partnern die Welt der Industrie hautnah zu erleben. 

Die Industrie sei leider viel zu selten auf den „Radarschirmen“ der Jugend zu finden, die aber indirekt – über erzeugte Produkte und die positive Wirkung auf den Wohlstand – großen Einfluss auf deren Leben habe. Mit dem „Kindertag der Industrie“ zeige die IV insbesondere die enormen Berufs- und Karrieremöglichkeiten im  naturwissenschaftlich/technischen Bereich – kurz MINT – auf, die gerade von Mädchen viel zu selten genutzt würden. „Die Industrie braucht top-ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Ausbildungs- und Qualifikationsstufen – vom Lehrling bis zu den Absolventinnen und Absolventen von HTL oder stark nachgefragten MINT-Hochschulstudien“, so der IV-Präsident. 

Trotz einer herausfordernden konjunkturellen Situation liege in den MINT-Disziplinen großes Arbeitsmarktpotenzial. Noch immer würden Rekrutierungsengpässe bestehen, jeder 5. bis 6. offene MINT-Job würde schwer oder gar nicht besetzt werden können. „Gleichzeitig fühlt sich beispielsweise nur ein Drittel der AHS-Schülerinnen und Schüler gut über technische Berufsmöglichkeiten informiert. Jedes zweite Mädchen, das eine Lehre absolviert, wählt immer noch ihren Beruf aus lediglich drei Berufsfeldern: Einzelhandelskauffrau, Bürokauffrau und Friseurin. Damit werden Chancen vergeben. Für die Jugend, aber auch für Österreich“, betonte Kapsch. 

Mit den beim KIDI angebotenen Workshops wolle man aktiv interessierte Kinder und Jugendliche – insbesondere Mädchen – ansprechen, sich die Unternehmenswelt von innen anzusehen und vielleicht über mögliche berufliche Perspektiven nachzudenken ohne aber frühzeitige berufliche Festlegungen zu fördern, denn in frühen Jahren sei Allgemeinbildung entscheidend. „Neben dem kürzlich vorgestellten Leitbetriebe-NAVI, einer interaktiven Lernplattform für den schulischen Unterricht, stellt der Kindertag der Industrie einen weiteren Baustein dar, um der Jugend die Industrie und deren Bedeutung für ihr tägliches Leben näher zu bringen“, betonte Kapsch. 

"Mit der Aktion ‚Kindertag der Industrie‘ sollen die Schülerinnen und Schüler unseres Landes die Möglichkeit haben, mit Spaß und Freude einen ersten Einblick in das spätere Berufsleben zu erhalten. Unser Ziel ist es die jüngsten Mitbürgerinnen und -bürger für den vielfältigen Arbeitsalltag der Industrie sowie für die MINT-Fächer zu begeistern. Durch diese Initiative kann das bereits existierende Innovationspotenzial unserer Jugend gezielt frühzeitig gefördert werden, das ist wichtig für die Zukunft unseres Landes. Nicht nur, weil Kinder unsere Zukunft sind, sondern der Wirtschaftsstandort Österreich mit seiner Innovationskraft, und der Qualität unserer Industrie wesentlich profitiert", betonte die Bundesministerin für Jugend und Familie, Dr. Sophie Karmasin-Schaller.

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