Industrie zum Jahreswechsel: Menschen und Unternehmen spürbar entlasten

IV-GS Neumayer: Industrie stärkster Job- und Wachstumsmotor im Land – Steuerreform und Bürokratieabbau wichtigste Stellhebel, um Österreich weiter nach vorne zu bringen

Christoph Neumayer

„Robustes Wirtschaftswachstum, wichtige Unternehmensinvestitionen und sinkende Arbeitslosigkeit im Land – für den Wirtschaftsstandort und damit für die Menschen in Österreich war 2018 ein gutes Jahr. Entscheidenden Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung trägt vor allem die heimische Industrie und die mit ihr verbundenen Sektoren. Angesichts einer schwächer werdenden Konjunktur ist es für 2019 umso wichtiger, die Rahmenbedingungen für Betriebe und Beschäftigte weiter zu verbessern und wettbewerbsfähiger zu gestalten. Das gilt insbesondere für die angekündigte Entlastung durch eine Steuerreform sowie den Abbau bürokratischer Hürden“, betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, am heutigen Freitag anlässlich des bevorstehenden Jahreswechsels. Dabei verwies er auf aktuelle Prognosen u.a. des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) sowie des Instituts für Höhere Studien (IHS), die für die kommenden beiden Jahre ein deutlich niedrigeres Wirtschaftswachstum erwarten. Um die heimische Wirtschaft zu stärken und die Widerstandskraft gegenüber internationalen Konjunktureinbrüchen zu erhöhen, müssten in den nächsten Monaten die Weichen gestellt werden. „Die Prämisse muss weiterhin lauten: Ein attraktiver Standort und wettbewerbsfähige Unternehmen sind die solide, unverzichtbare Basis für allgemeinen Wohlstand und eine sozial gerechte Gesellschaft in Österreich“, so Neumayer.

Senkung der Körperschaftsteuer im internationalen Kontext notwendig

Als „stärksten Hebel, um das Land weiter nach vorne zu bringen“ sieht die Industrie die angekündigte Steuerreform. Entscheidend sei, dass Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen spürbar entlastet werden – durch eine Senkung der Einkommen- und Körperschaftsteuer. Vor allem letzteres sei „mittlerweile überfällig“ für ein Land, wie Österreich, das – was im politischen Kontext oft vergessen wird – seinen Wohlstand vor allem im Ausland erwirtschaftet. Die letzte Anpassung des Unternehmersteuersatzes in Österreich liegt immerhin 14 Jahre zurück. Wichtige Mitbewerber hätten in den vergangenen Jahren den Steuersatz reduziert und sich auf diese Weise als attraktive Standorte präsentiert. Insbesondere die Halbierung der KÖSt auf nicht-entnommene Gewinne wäre ein innovatives Modell, das Investitionen, Wachstum und Jobs nachhaltig stärken würde.

Als zweiten Entlastungshebel sieht die Industrie weitere Maßnahmen zum Abbau der nach wie vor zu hohen Bürokratielast sowie das kluge Eindämmen von unnötigem Gold Plating – also der hausgemachten Übererfüllung von EU-Vorgaben. „Die Erwartungshaltung in Unternehmen und bei den Menschen ist hoch, dass hier Schritt für Schritt kluge Verbesserungen auf den Weg gebracht werden. Bürokratieabbau ist die günstigste Möglichkeit, um Wachstum zu fördern“, so der IV-Generalsekretär, der abschließend betonte: „Österreich braucht weiterhin mutige Veränderungen, um bessere Rahmenbedingungen für Beschäftigte UND Unternehmen zu erreichen. Das ist Voraussetzung, um Wachstum und vor allem Beschäftigung im Interesse der Menschen in Österreich nachhaltig zu stärken.“

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