Industrie zu MAN-Steyr: Rückkehr an Verhandlungstisch, um Standort zu retten

IV-Präs. Knill: Sachliche Diskussion, statt Aktionismus – Kluge Industriepolitik muss auf Wettbewerbsfähigkeit setzen

IV-Präsident Georg Knill

Die Industrie appelliert an alle Beteiligten für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch, um den MAN-Produktionsstandort in Steyr zu retten. „Es braucht eine kluge und vor allem auch betriebswirtschaftlich nachhaltige Lösung. Das Werk hat eine übergeordnete wirtschaftliche und soziale Bedeutung für die ganze Region. Wenn weitere Gespräche dazu führen, dass der Standort Steyr weitergeführt werden kann, sollte diese Möglichkeit unbedingt genutzt werden“, betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Georg Knill, am heutigen Sonntag. Wesentlich sei, dass die aktuelle Diskussion vor allem von Sachlichkeit und keinesfalls von kurzsichtigen Emotionen oder Aktionismus geleitet sei.

„Es wird einmal mehr überdeutlich, wie wichtig das Thema internationale Wettbewerbsfähigkeit für einen erfolgreichen Standort ist. Attraktive Rahmenbedingungen sind kein Selbstzweck, sondern die Basis für Arbeitsplätze, Wohlstand und hohe Lebensqualität in unserem Land“, so Knill. Eine kluge Industriepolitik müsse daher entsprechende Voraussetzungen und Anreize schaffen, damit internationale Unternehmensgruppen in ihre Standorte in Österreich investieren und damit Arbeitsplätze sichern bzw. zusätzliche Beschäftigung aufbauen. „Statt über Verstaatlichungsphantasien zu reden, sollte die Entlastung bei der Steuer- und Abgabenquote inklusive Lohnnebenkosten – und wie wir hier auf international verträgliches Niveau kommen – das vorrangige Thema sein“, betonte der IV-Präsident abschließend.

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