Arbeitszeitrahmen modern gestalten

IV-GS Neumayer: Praktikable Arbeitszeitmodelle endlich umsetzen – Arbeitszeitmodernisierung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Schaffung von Jobs unerlässlich – Von mehr Gestaltungsmöglichkeit auf Betriebsebene profitieren Belegschaft und Unternehmen

Arbeit, Soziales & Gesundheit
Produktion an Maschinen

„Wir müssen endlich im 21. Jahrhundert ankommen und den Arbeitszeitrahmen modern, praxisorientiert und unbürokratisch gestalten. Und wir müssen es bald tun, wenn wir im internationalen Wettbewerb bestehen wollen. Denn in anderen Ländern – etwa Schweden – wird jene Modernisierung, über die bei uns erst diskutiert wird, längst gelebt“, stellte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, heute, Montag, unter anderem anlässlich der gestrigen Aussagen von ÖGB-Präsident Erich Foglar in der ORF-Sendung „Im Zentrum“ klar. „Um Jobs zu sichern und zu schaffen, braucht es Innovation und Flexibilität in unserem Land und das wiederum setzt praktikable Arbeitszeitregelungen voraus. Es geht darum, betriebliche Realitäten rechtlich abzubilden. Es soll dann gearbeitet werden können, wenn es sinnvoll ist – bei insgesamt gleichbleibender Arbeitszeit. Das erreichen wir, indem wir bei der Tageshöchstarbeitszeit den rechtlich zulässigen Rahmen von zehn auf zwölf Stunden erweitern“, unterstrich Neumayer, der mit einer moderneren Regelung auch die Wünsche der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer respektiert sah: „Umfragen zeigen uns, dass die Menschen mehr Flexibilität unterstützen, um unterschiedlichen Lebenssituationen besser Rechnung tragen zu können.“

Klar ablehnend äußerte sich der IV-Generalsekretär einmal mehr gegenüber einer Rückkehr zur „sozialpartnerschaftlichen Abtauschmentalität – Abtauschen nur um des Abtauschens Willen – “ bei diesem wichtigen Thema. Die Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes wäre ein wesentlicher Impuls für Wachstum und Arbeitsplätze. „Im Gegenzug nun aber Forderungen wie eine sechste Urlaubswoche oder Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich geltend zu machen, würde die heimischen Unternehmen hingegen hunderte Millionen Euro kosten. Das ist unverhältnismäßig und für die Betriebe und den Wirtschaftsstandort Österreich insgesamt schädlich. Es geht jetzt nicht darum, etwas abzutauschen, sondern für den Standort und die arbeitenden Menschen etwas zu tun – für ihren Wohlstand und die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze. Dieses Ziel sollte im Zuge der Verhandlungen nicht aus den Augen verloren werden“, appellierte Neumayer abschließend an die Sozialpartner.

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