Industrie zu Arbeitsmarkt: Platz 10 ist nicht genug!

IV-GS Neumayer: Standort stärken und positive Beschäftigungsanreize setzen – Lohnnebenkosten senken, Arbeitsrecht modernisieren, Bürokratie abbauen

Arbeit, Soziales & Gesundheit
Ältere Arbeitskräfte - Symbol (2)

„Beschäftigung und offene Stellen nehmen zu, bei der Arbeitslosenrate ist Österreich im EU-Vergleich jedoch weiter zurückgefallen und belegt nur noch den zehnten Platz. Eine substanzielle Senkung der zu hohen Lohnnebenkosten zumindest auf deutsches Niveau muss auf der politischen Agenda stehen. Es braucht ein modernes Arbeitsrecht und dringend notwendige Reformschritte beim viel zu starren Arbeitszeitkorsett. Und es braucht für die Unternehmen und ihre Beschäftigten spürbare Schritte zum Abbau von Regulierungslasten und Bürokratiepflichten und mehr Gestaltungsmöglichkeiten auf betrieblicher Ebene“, betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, heute, Donnerstag, anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktdaten. „Zur Attraktivierung des Arbeitsstandortes Österreich gilt es, eine konsequente Arbeitsmarktpolitik zu verfolgen, die positive Beschäftigungsanreize schafft, betriebsnahe Qualifizierung fördert sowie überregionale Mobilität erhöht“, unterstrich Neumayer.

„Als kleine offene Volkswirtschaft kann Österreich derzeit von der positiven europäischen und internationalen Konjunkturentwicklung profitieren. Andere Länder wie Tschechien, Schweden oder die Niederlande überholen uns aber. Auch wir könnten stärker sein, wenn wir uns strukturell besser aufstellen würden. Umso mehr kommt es nun darauf an, die hinter uns liegende Nationalratswahl als echte Chance für Veränderung wahrzunehmen und zu nutzen“, hielt Neumayer fest. Worauf es nun vor allem ankomme, sei die gemeinsame Weiterentwicklung des Landes. „Gemeinsam an einem Strang zu ziehen ist unerlässlich, wenn es echte, positive Veränderungen geben soll. Gegenseitiges Anpatzen und Rufe nach immer neuen Belastungen für die Betriebe müssen der Vergangenheit angehören“, so Neumayer abschließend.

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