Notwendige Arbeitszeitmodernisierung in Angriff genommen

IV-Präsident Kapsch: Stärkere Gestaltungsspielräume auf Betriebsebene zeitgemäß – Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen gleichermaßen berücksichtigt

IV-Präsident Georg Kapsch

Als einen „zentralen Schritt im Sinne eines starken, wettbewerbs- und zukunftsfähigen Industrie- und Beschäftigungsstandortes, der den Anforderungen einer globalen Vernetzung sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewachsen ist“, bezeichnete der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Georg Kapsch, am heutigen Donnerstag die Einbringung des Initiativantrags zur Arbeitszeitmodernisierung. „Die vorliegende Novelle bedeutet die Anpassung des Arbeitsrechts an gesellschaftliche Wünsche und Notwendigkeiten. Dies brauchen Unternehmen und dies wünschen sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Hinblick auf längere Freizeitblöcke und mehr Zeit mit der Familie seit längerem“, so Kapsch.

Es sei noch einmal zu betonen, dass es nicht darum geht, dass die Menschen generell länger arbeiten sollen. Der gesetzliche 8-Stunden-Tag sowie die 40-Stunden-Woche blieben erhalten. Kein Verständnis hat Kapsch dafür, dass „Aussagen zu Arbeitszeitmodernisierung von der Arbeitnehmerseite ganz bewusst falsch interpretiert werden“. Wichtig sei, die „verkrusteten Strukturen aufzubrechen und das gemeinsame Flexibilitätsbedürfnis von Beschäftigten und Unternehmen anzuerkennen“. Der nun vorliegende Gesetzesentwurf spiegle genau das wider und berücksichtige die Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern UND Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. „Dabei sollte uns allen bewusst sein, dass ein attraktiver Standort und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für Unternehmen sowie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Basis für allgemeinen Wohlstand und soziale Gerechtigkeit bilden“, hielt der IV-Präsident fest. Mit diesen geplanten Änderungen könne künftig gearbeitet werden, wenn Arbeit anfällt. Entscheidend sei dabei vor allem, dass der gesetzliche Rahmen für mehr Gestaltungsmöglichkeiten auf Betriebsebene erweitert werde. „Denn vor Ort und im guten Einvernehmen gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lassen sich erfahrungsgemäß die besten, für alle Beteiligten sinnvollsten und praxistauglichsten Lösungen erzielen“, erklärte Kapsch abschließend.

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