Industrie: Ausbau des FH-Sektors ist bildungs- und wirtschaftspolitische Notwendigkeit

IV-GS Neumayer: Zusätzliche MINT-Studienplätze unerlässliche Maßnahme gegen Fachkräftemangel – Finanzierung des Ausbaus absichern

Studenten Zusammenarbeit Schreibtisch, Laptop

In Österreich werden bis 2023 rund 50.000 neue MINT-Jobs, mehr als 28.000 davon im IKT-Bereich, entstehen. Die Digitalisierung der Wirtschaft führt im qualifizierten Bereich definitiv zur weiteren Anspannung bei der Rekrutierungssituation für österreichische Unternehmen. Aktuell bleibt jede 6. Stelle für MINT-Hochqualifizierte im produzierenden Bereich unbesetzt. „Die Ankündigung und das Bekenntnis von Wissenschaftsminister Heinz Faßmann, einen signifikanten Ausbau des FH-Sektors zu forcieren, ist daher ein wichtiges und richtiges Signal für den Wirtschafts- und Bildungsstandort sowie eine kluge Maßnahme, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen“, betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, am heutigen Freitag. Die Industrie unterstütze Bundesminister Heinz Faßmann ausdrücklich in seiner Absicht, den FH-Ausbau weiter voranzutreiben. Nun müsse rasch die Finanzierung gesichert werden und das angekündigte Vorhaben auch umgehend in einem neuen FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplan Niederschlag finden.

Planungssicherheit ist hohes Gut

MINT und Digitalisierung stellten nicht nur den Wirtschafts-, sondern auch den Bildungs- und Wissenschaftsstandort vor neue Herausforderungen, die rasch bewältigt werden müssen. „Umso mehr gilt es jetzt, Planungssicherheit für die Fachhochschulen sowie einen zukunftsorientierten Ausbaupfad des Sektors festzulegen“, so der IV-Generalsekretär. „Die Fachhochschulen nehmen mit ihrem berufsorientierten Studienangebot sowie ihren angewandten Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auch künftig für die Unternehmen eine zentrale Rolle ein. Eine qualitative und quantitative Stärkung des FH-Sektors in der aktuellen Legislaturperiode ist daher eine richtige Antwort auf die aktuellen Herausforderungen für den Industriestandort“, sagte Neumayer. „Wir wollen als Land weiter stark auf Innovation und Technologie setzen und den Weg hin zum ‚Innovation Leader‘ beschreiten, deshalb brauchen wir mittelfristig ein Plus von 20 Prozent bei den Absolventinnen und Absolventen von MINT-Fächern. Dabei spielen die österreichischen Fachhochschulen auch in der Zukunft eine wesentliche Rolle“, so der IV-Generalsekretär abschließend.

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