Industrie: Industriebeteiligung an „Horizon 2020“ muss gestärkt werden

IV-VGS Koren: Begrüßen ambitioniertes Ziel von BM Mitterlehner – Beteiligung an größtem europäischem Forschungsprogramm wichtig für Beschäftigung und Wertschöpfung

IV-Vize-Generalsekretär Koren

„Eine proaktive Beteiligung österreichischer Unternehmen am größten Forschungsprogramm Europas ist ein wichtiger Schritt, um den Standort Europa und Österreich zu sichern und zu stärken", so der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Peter Koren, angesichts der Pressekonferenz von EU-Kommissarin Máire Geoghegan-Quinn und Forschungsminister Reinhold Mitterlehner zum Forschungsprogramm „Horizon 2020" heute, Dienstag. Seitens der Industrie sei das ambitionierte Ziel Mitterlehners, statt der bisherigen Rückholsumme von einer Milliarde Euro 1,5 Milliarden Euro zu erzielen, klar zu begrüßen. „Gerade angesichts der sich verschärfenden Rahmenbedingungen im Umfeld der global dynamisch wachsenden Märkte ist eine proaktive Beteiligung an ‚Horizon 2020‘ mitentscheidend für den Erfolg Österreichs als Industriestandort." So biete auch gerade die Anreihung der drei Säulen - "Exzellente Wissenschaft", "Industrielle Führerschaft" und "gesellschaftliche Herausforderungen" - in „Horizon 2020" entlang der Wertschöpfungskette Unternehmen die Möglichkeit, Forschungsprojekte ganzheitlich abdecken zu können.

„Auch die thematische Schwerpunktsetzung auf die Schlüsseltechnologien und großen gesellschaftlichen Herausforderungen sind ein wichtiger Schritt, um in ganz Europa Wertschöpfung, Wohlstand und Beschäftigung zu sichern", betonte Koren. Ebenso sei es zu begrüßen, dass „für Unternehmen wesentliche Vereinfachungen bei der Abwicklung der Programme sowie der neue Simplification-Ansatz mit einheitlichen Förderquoten beschlossen wurde", so Koren weiter. Nun müsse man unbedingt die derzeit bei sieben Prozent stagnierende Beteiligung der Industrie an Forschungsrahmenprogrammen anheben. „Wir haben in der IV dazu eine EU-Taskforce unter dem Vorsitz der zukünftigen Infineon Technologies Austria-Chefin Sabine Herlitschka eingerichtet: Ziel ist dabei, Problematiken im Zusammenhang mit der Abwicklung von europäischen Forschungsinitiativen zu identifizieren und Lösungsansätze zu ermitteln." Es sei „unumgänglich", so Koren, die Partizipation des privaten Sektors an europäischen Forschungsinitiativen zu erhöhen, um die Ziele der „Europa 2020"-Strategie erreichen zu können.

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