3. „Kindertag der Industrie“ im Zeichen von MINT

Schulklassen entdecken zum dritten Mal die Geheimnisse der Industrie – 800 Kinder, 30 Workshops und 27 innovative Unternehmen und wissenschaftliche Institutionen im Haus der Industrie – Kapsch: MINT als Zukunftschance für Jugendliche mit besonderem Fokus auf Mädchen

„Bildung ist nach wie vor DAS Zukunftsthema! Aus diesem Grund arbeitet die Industriellenvereinigung (IV) auch sehr intensiv an ihrer Bildungsinitiative, um den Wohlstand unserer Gesellschaft auch in Zukunft zu sichern“, erklärte IV-Präsident Mag. Georg Kapsch anlässlich des dritten „Kindertages der Industrie“ (KIDI). In Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie und Jugend sowie der Wissensfabrik Österreich veranstaltet die IV zum mittlerweile dritten Mal den KIDI im Wiener Haus der Industrie. Am 18. und 19. Juni 2015 können die rund 800 teilnehmenden Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 14 Jahren am Schwarzenbergplatz die Industrie erleb- und angreifbar erforschen. In den 30 Workshops, organisiert von innovativen Unternehmen und wissenschaftlichen Partnern, haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit in noch unbekannte Wissensgebiete vorzudringen und ihre Begeisterung für Neues zu entdecken. 

Die vielseitigen Karriere- und Berufsmöglichkeiten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) seien Jugendlichen oft gar nicht bewusst. Ziel des dritten Kindertages der Industrie sei es deshalb, Kindern und Jugendlichen MINT näher zu bringen sowie Berufs- und Karrieremöglichkeiten besonders für Mädchen in der Industrie zu vermitteln. Trotz einer herausfordernden konjunkturellen Situation könnten bis 2020 im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich allein in Österreich fast 40.000 neue Jobs entstehen, womit der MINT-Bereich den Großteil der Berufsgruppen mit dem größten Jobwachstum stelle, so Kapsch. Noch immer würden acht von zehn Industrieunternehmen unter Rekrutierungsproblemen in Zukunftsbereichen wie F&E und Technik & Produktion leiden, während insbesondere Frauen viel zu selten von den Chancen im MINT-Bereich Gebrauch machen würden, so der IV-Präsident. 

Die Einstellung gegenüber Wissenschaft und Innovation müsse sich in Österreich grundlegend ändern. „Wenn der Standort weiterhin attraktiv gehalten werden soll, braucht es eine positiv besetzte Forschungskultur. Nur ein Fünftel der Schülerinnen und Schüler kann sich vorstellen, eine Ausbildung oder einen Beruf im Bereich der Technik zu wählen. Es gilt diese Informationslücke zu schließen und die Kinder auf die Chancen aufmerksam zu machen“, betonte IV-Generalsekretär Mag. Christoph Neumayer

Mit dem KIDI möchte die IV Kindern und Jugendlichen ermöglichen, erste Eindrücke von möglichen beruflichen Perspektiven zu gewinnen. Neben dem „Leitbetriebe-Navi“ (www.leitbetriebenavi.at) stelle der Kindertag der Industrie aber auch einen aktiven Beitrag der IV auf dem Weg zur „Besten Bildung“ in Österreichs Schulen dar und flankiere somit die gleichnamigen bildungspolitischen Programme der IV, so Neumayer.

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