Forschungsintensive Unternehmen verstärken Wachstum und Beschäftigung

IV-GS Neumayer: FFG wesentlicher Partner für Forschungsstandort Österreich – Anhebung der öffentlichen Forschungsausgaben richtiges Signal – Erfolgreiche Programme absichern und ausbauen

Forschung, Technologie und Innovation
Forschung (Symbol)

„Forschung und Innovation sind wesentliche Triebfedern für wirtschaftlichen Erfolg und eine positive Beschäftigungsentwicklung am heimischen Wirtschaftsstandort. Unternehmen, die in diesem Bereich investieren, weisen mit einer Steigerung von rund fünf Prozent in zehn Jahren ein deutlich höheres jährliches Beschäftigungswachstum auf“, so Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), heute, Donnerstag, anlässlich der Billanzpressekonferenz der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Die Unternehmen seien gefordert, kontinuierlich Produkte, Prozesse und Dienstleistungen weiterzuentwickeln. Gerade die Digitalisierung müsse als Chance für vernetzte, ressourcenschonende Produktion und neue Geschäftsmodellideen genützt werden. „Unternehmen leisten 64 Prozent der gesamten Forschungsausgaben in Österreich. Die FFG unterstützt die hier ansässigen Betriebe mit maßgeschneiderten Angeboten und ist darüber hinaus wesentlicher Partner für die Beteiligung an europäischen und internationalen Initiativen“, betonte der Generalsekretär. So liege etwa bei der EU-Forschungsinitiative „Horizon 2020“ die Beteiligung von Unternehmen in Österreich über dem EU-Durchschnitt. Zudem würden kooperative Projekte und die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft von Seiten der FFG unterstützt sowie Spill-Over-Effekte durch Wissenstransfer geschaffen.

„Aus Sicht der Industrie stellt eine effektive Forschungsfinanzierung einen unentbehrlichen Teil innovationsfördernder Rahmenbedingungen dar. Nach wie vor können in vielen Fällen Projekte aufgrund von Budgetmangel nicht gefördert werden“, so Neumayer, der hinzufügte: „F&E-Tätigkeiten werden gehemmt, wenn gut evaluierte Projekte aufgrund der Überzeichnung von Programmen abgelehnt werden müssen. Darunter leidet vor allem die langfristige Planbarkeit.“ Besonders erfolgreiche Programme wie jene, die unter anderem Produktion und Digitalisierung unterstützen, gelte es abzusichern und auszubauen. Gleiches brauche es in Bezug auf die Basisprogramme, welche Flexibilität durch die laufende Einreichmöglichkeit themenoffener Projekte und kurze Bearbeitungszeiten böten. „In ihrem Arbeitsprogramm setzt die Bundesregierung für die kommenden Monate richtige Schwerpunkte für Forschung und Innovation. Die Anhebung der Forschungsprämie auf 14 Prozent ist dabei ein wegweisender Schritt, um Innovation und F&E-Investitionen in Österreich noch stärker voranzutreiben“, zeigte sich Neumayer überzeugt. Um das Forschungsquotenziel von 3,76 Prozent des BIP zu erreichen, sollten zudem die 2016 beschlossenen zusätzlichen Mittel in Höhe von 700 Mio. Euro von 2017 bis 2021 entlang der gesamten Innovationskette in die Forschung fließen. Diese Maßnahmen gilt es jetzt rasch umzusetzen, „um den Forschungsstandort Österreich nachhaltig zu stärken und auszubauen.“

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