Industrie: Forschungsprämie ist entscheidender Standortvorteil und stärkt Innovationsland Österreich

IV-GS Neumayer: Wirkungsevaluierung zeigt positive Effekte der Prämie auf Forschungsstandort Österreich – Zunahme von Forschungsausgaben und hochqualifiziertem Personal

Forschung, Technologie und Innovation
F & E Mittelstand

Erfreut zeigte sich der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, über die Veröffentlichung der Ergebnisse der Wirkungsevaluierung der Forschungsprämie heute, Sonntag. „Die Forschungsprämie ist ein essentielles Instrument zur Stärkung von Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten und damit zur Steigerung von F&E-Investitionen und Beschäftigung. Dies zeigt auch die Evaluierung deutlich. Sie ist mittlerweile ein echter Standortvorteil und stärkt den Innovationsstandort Österreich massiv. Dies wiederum schafft dringend benötigte hochqualifzierte Arbeitsplätze“, so Neumayer. F&E-Investitionen seien entscheidend, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. „Investitionen sind aber natürlich auch immer mit Unsicherheiten und Risiko verbunden. Vor allem forschungsintensiven Unternehmen ermöglicht daher die Forschungsprämie ein höheres technologisches Risiko einzugehen, noch mehr Investitionen in F&E zu tätigen und Innovationen rascher auf dem Markt umzusetzen“, sagte Neumayer.

Aktuell würden Unternehmen quer über alle Branchen und Größen hinweg diese steuerliche Begünstigung nützen, wobei von allen Antragstellern rund 85 Prozent kleine und mittlere Unternehmen seien, so Neumayer. „Aus der Evaluierung geht hervor, dass ein Euro mehr an Forschungsprämie bis zu 2,26 Euro mehr an F&E-Ausgaben bewirkt. Darüber hinaus wird ein positiver Beschäftigungseffekt bestätigt. Aufgezeigt wurden auch Neurekrutierungen im Umfang von 10.400 Mitarbeitern von 2010-2015. Dabei handelt es sich insbesondere um hochqualifiziertes wissenschaftliches und höherqualifiziertes nicht-wissenschaftliches Personal“, betonte der IV-Generalsekretär.

Gerade forschungsintensive Unternehmen, zu denen in Österreich insbesondere die Leitbetriebe gehören, seien die Innovationslokomotiven, die durch ihre starke Vernetzung zu Wissenschaft und Wirtschaft bedeutende Spill-Over Effekte auf ihr Umfeld bewirken. „Jeder in Österreich ansässige Leitbetrieb kooperiert mit durchschnittlich 800 bis 1000 KMU. Darüber hinaus engagieren sie sich erheblich an Hochschulen, unter anderem durch Stiftungsprofessuren, Auftragsforschung und die Vielzahl von Forschungskooperationen – 8 von 10 Leitbetrieben kooperieren regelmäßig mit Universitäten und Fachhochschulen“, so Neumayer: „Die im Arbeitsprogramm der Bundesregierung beschlossene Erhöhung auf 14 Prozent ist daher die richtige Maßnahme zum richtigen Zeitpunkt.“

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