Industrie: Österreich am Weg zum Innovation Leader

IV-GS Neumayer: Österreich im diesjährigen European Innovation Scoreboard (EIS) auf Platz 7 – Spitzenplatz in Gruppe der „Strong Innovators“ – Ziel des „Innovation Leader“ greifbar

Arbeitsgruppe Innovation

“Wir haben um gleich drei Ränge zugelegt und damit die im vergangenen Jahr eingeleitete Trendumkehr klar bestätigt“, zeigte sich Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), heute, Dienstag, anlässlich der Veröffentlichung des European Innovation Scoreboards (EIS) 2017 erfreut. Österreich belege nunmehr den siebten Platz und habe damit die Führung in der Gruppe der „Strong Innovators“ übernommen. „Mit dieser Platzierung schließen wir beinahe an das Niveau von 2009 an, als Österreich Rang 6 in der EU belegte“, so Neumayer weiter. Zum „Innovation Leader“ fehle nun nur noch ein Rang, um in die gegenwärtige Führungsgruppe von Schweden, Dänemark, Finnland, Niederlande, Großbritannien und Deutschland vorzustoßen. „Tragende Säulen des heimischen Forschungsstandortes und damit Basis dieses Erfolges sind die forschungsintensiven Unternehmen mit ihren Top-Innovationsteams und beachtlichen F&E-Investitionen“, hob der Generalsekretär hervor. Insbesondere die Leitbetriebe seien Innovationslokomotiven und Türöffner, die KMU mitziehen und wichtige Partner für Hochschulen darstellen würden.

Aufholbedarf orte das EIS jedoch unter anderem bei Venture Capital oder der Beschäftigung in schnell wachsenden Unternehmen. „Die verbesserte Platzierung muss Ansporn sein, um jetzt den nötigen Schub zu erzeugen und endlich den Sprung in die Gruppe der ‚Innovation Leader‘ zu schaffen“, so Neumayer, der dieses Ziel „in greifbarer Nähe“ sah. Durch die in Umsetzung befindliche Anhebung der Forschungsprämie auf 14 Prozent und die Erhöhung und Verstetigung der Mittel der Nationalstiftung setze die Bundesregierung weitere richtige Schritte. Es gelte nun, diese vor dem Sommer im Nationalrat zu beschließen. Zudem sei die verbindliche Umsetzung und Budgetierung der im Ministerrat Ende 2016 beschlossenen, zusätzlichen 700 Millionen Euro entlang der gesamten Innovationskette notwendig. „Innovationsfördernde Rahmenbedingungen leben von langfristiger Planbarkeit. Im internationalen Wettbewerb stehende Unternehmen brauchen daher einen attraktiven, stabilen Heimathafen in Österreich“, so Neumayer, der abschließend betonte: „Diese Rahmenbedingungen müssen wir bieten. Nur dann können durch smarte Innovationen vom heimischen Wirtschaftsstandort aus die Weltmärkte erobert werden. Die künftige Positionierung Österreichs im internationalen Innovationsvergleich wird dabei maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg mitentscheiden.“

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