Industrie: FTI-Strategie 2030 als Meilenstein auf dem Weg zur Innovationsspitze

IV-GS Neumayer: Ambitionierte und konkrete Zielsetzungen verankert – FTI-Pakt schafft mehr Planungs- und Finanzierungssicherheit – Rasche Umsetzung des „Fonds Zukunft Österreich“ notwendig

„Die neue Strategie für Forschung, Technologie und Innovation (FTI) ist richtungsweisend für das kommende Jahrzehnt und trägt das Potenzial in sich, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich zu stärken“, betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, anlässlich der im heutigen Ministerrat beschlossenen FTI-Strategie 2030. Die Bundesregierung bekenne sich damit ausdrücklich zu Forschung, Technologie und Innovation und deren Bedeutung, Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit hervorzubringen. Niemals sei es „klarer gewesen als im Corona-Jahr 2020, wie sehr unsere Gesellschaft von Forschung profitiert und wie sehr unsere Krisenresilienz davon abhängig ist".

Maßgebliche Zukunftsfelder für den Produktions- und Technologiestandort Österreich berücksichtigt

Die FTI-Strategie spannt ihren Bogen über maßgebliche Zukunftsfelder für den Produktions- und Technologiestandort Österreich: vom Innovationsnachwuchs über die Grundlagen- und angewandte Forschung bis hin zur „grünen“ und digitalen Transformation. „Sehr erfreulich ist, dass die Strategie ambitionierte und konkrete Ziele vorgibt“, so Neumayer. So werde etwa eine Top 5-Platzierung im europäischen Innovationsranking angestrebt oder erstmals das Ziel festgeschrieben, die Zahl der MINT-Graduierten in Österreich um 20 Prozent zu erhöhen. Gleichzeitig werde die Bedeutung der wesentlichen Standort-Vorteile, wie die themenoffene Forschungsförderung oder die Forschungsprämie, unterstrichen. Ebenso seien Leitlinien formuliert, um Europäische Programme und Instrumente wie Horizon Europe oder „Important Projects of Common European Interest“ (IPCEI) strategisch für Österreich zu nutzen.

Wichtige Rolle der angewandten Forschung und der Industrie-Leitbetriebe anerkannt

„Mit dem Bekenntnis zur Technologieoffensive wird der wichtigen Rolle der angewandten Forschung und der Industrie-Leitbetriebe Rechnung getragen. Die Technologieoffensive ist wesentliche Grundlage für Technologiekompetenz, Wettbewerbsfähigkeit und somit für den zügigen Weg Österreichs an die Innovationsspitze Europas“, erklärte der IV-Generalsekretär. Unternehmen seien schon heute für rund zwei Drittel der gesamten F&E-Ausgaben in Österreich verantwortlich. Der ebenfalls heute beschlossene FTI-Pakt 2021-2023 zur Operationalisierung und Umsetzung der FTI-Strategie schaffe Planungs- und Finanzierungssicherheit. Auch die Weiterentwicklung der Nationalstiftung – ein wesentlicher Baustein der österreichischen FTI-Finanzierung – zum „Fonds Zukunft Österreich“ sei in der FTI-Strategie verankert. „Die vorgesehene Weiterentwicklung zum 'Fonds Zukunft Österreich' ist rasch anzugehen, da die Finanzierung der Stiftung bereits Ende 2020 ausläuft. Nur so können zentrale F&E-Aktivitäten von forschungsintensiven Unternehmen abgesichert und ein zusätzlicher Schub heraus aus der Krise erzeugt werden“, betonte Neumayer abschließend.

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