Industrie: Urteil gegen 3. Piste Gefahr für Investitionen und Arbeitsplätze

IV-Vize-GS Koren: Urteils-Begründung gegen Bau der Piste weiterhin sachlich nicht nachvollziehbar – Massive Verunsicherung in der Wirtschaft

Ing. Mag. Peter Koren, Vize-Generalsekretär

„Es braucht eine vernünftige Balance zwischen ökologischer Nachhaltigkeit und wettbewerbsfähigem Wirtschaften – nur so können wir unsere hohen Lebensstandards sowie Wachstum und Beschäftigung nachhaltig sichern. Es ist daher richtig und wichtig, dass die Politik auf Länder- und Bundesebene die Problematik und Tragweite des negativen Entscheids des Bundesverwaltungsgerichts zur dritten Piste erkannt hat und nach Lösungen sucht“, betonte der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Peter Koren, heute, Mittwoch. Die grundsätzliche Verantwortung über den Interessenausgleich von Ökologie und Wirtschaftsstandort sowie die Nutzung von Boden liege ausschließlich bei der Gesellschaft – und damit bei der Politik – und nicht bei Gerichten.

Angesichts der Faktenlage sei es zudem mehr als fraglich, ob der im Urteil angeführte Nutzen für die Umwelt tatsächlich eintrete. „Ob CO2-Emissionen nun aus Schwechat oder Bratislava kommen macht keinen Unterschied für das globale Klima. Die Emissionen vergrößern sich sogar, wegen der Autofahrt nach Bratislava oder den Warteschleifen über Wien. Und ob das Gelände der dritten Piste tatsächlich für die in der Begründung angeführte ‚Nahrungsmittelversorgung künftiger Generationen‘ gebraucht wird, ist ebenfalls mehr als fraglich, wenn anderswo Stilllegungsprämien für Ackerland bezahlt werden“, so Koren. Klar sei hingegen, dass die negativen Auswirkungen des Urteils weit über den Flughafen hinausreichen: „Die Unternehmen sind massiv verunsichert. 90 Prozent der heimischen Leitbetriebe sehen den Standort mittel- bis langfristig vor dem Hintergrund des Pistenurteils in Gefahr. Bereits jetzt berichten 29 große Unternehmen von konkreten Projekten, die durch den Pisten-Entscheid negativ beeinflusst sind. Die Folge: Der Standort könnte um Investitionen im Ausmaß von über 1,6 Milliarden Euro, die wiederum x-tausend Arbeitsplätze bedeuten, umfallen“, verwies der IV-Vize-Generalsekretär abschließend auf eine aktuelle Umfrage der Industriellenvereinigung.

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