Katowice hält internationale Klimapolitik am Laufen

Industrie ernüchtert über Erosion des Paris Prozesses - EU bleibt Vorreiterin

Ing. Mag. Peter Koren, Vize-Generalsekretär

„Mit der Einigung auf ein Regelbuch zu Paris - quasi dem Kleingedruckten des Paris-Abkommens - konnte die internationale Klimapolitik noch einmal in der Spur gehalten werden - mehr aber auch nicht“, so der Vizegeneralsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Peter Koren, in einer ersten verhaltenen Reaktion auf die Ergebnisse der COP 24 im polnischen Katowice.

„Gleichzeitig bedeutet die Weichenstellung von Katowice, dass die internationale Klimapolitik nach der Beschleunigung von Paris erneut an Dynamik verloren hat. Nach der Ankündigung des Rückzugs der USA aus dem Paris-Prozess erodieren Staaten wie Australien, Brasilien, Saudi Arabien das Abkommen zusehends, indem sie, ebenso wie die USA, ihre fossilen Eigeninteressen zum alleinigen Maß ihres politischen Handels machen.

„Festzuhalten bleibt einmal mehr, dass die EU mit ihrem Commitment sowohl was die Klimazielsetzung von minus 40 Prozent bis 2030, als auch die Finanzierungszusagen betrifft, den mit Abstand festesten Handschlag der internationalen Klimapolitik aufweist. Dies wird auch seitens der IV als gut und richtig unterstützt. Dass aber in der EU bereits wieder darüber nachgedacht wird einseitig diese ohnehin mit Abstand ambitioniertesten Ziele aller relevanten Industriestaaten noch weiter zu erhöhen, während der Rest der Welt seine jeweiligen wirtschaftlichen Interessen in den Mittelpunkt stellt, wird in der Industrie mit Unverständnis registriert. Aus der EU als Vorreiterin soll keine einsame Reiterin werden“, so Koren abschließend.

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