Dürfen uns TTIP als Chance für Österreich nicht entgehen lassen

IV-GS Neumayer: Industrie verwundert über heutige Aussagen des Vizekanzlers – Gut gemachtes Abkommen würde Österreichs Exportwirtschafts als Wohlstands- und Arbeitsplatzmotor stärken

„Verwundert“ zeigte sich heute, Mittwoch, Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) angesichts aktueller Aussagen von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, der einen Abbruch der Verhandlungen zum Transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP gefordert hatte. „Ein Verhandlungsabbruch und allfälliges Ende von TTIP sei keineswegs im Sinne des Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandortes Österreich. Gerade Österreich als kleine, exportorientierte Volkswirtschaft würde vom Wegfall von Handelsschranken enorm profitieren. Was den Exportunternehmen hier an Kosten erspart werden würde, könnte in Innovation und vor allem in neue Arbeitsplätze investiert werden“, hob Neumayer hervor. Angesichts der ohnehin angespannten Lage am heimischen Arbeitsmarkt auf eine solche Chance für Österreich freiwillig verzichten zu wollen, sei daher „nur schwer nachvollziehbar. Wenn Europa und Österreich die Möglichkeiten, die ein Abkommen wie TTIP bietet, nicht zu nutzen weiß, dann werden es andere an unserer Stelle tun. Und wir werden im internationalen Wettbewerb langfristig das Nachsehen haben. Im Sinne der Menschen und ihrer Arbeitsplätze werden Österreich und Europa daher gut beraten sein, die Verhandlungen nicht vorschnell verloren zu geben“, so der IV-Generalsekretär. „Die USA haben klar signalisiert, dass sie weiter ein Interesse an Verhandlungen sowie an einem erfolgreich abgeschlossenen Abkommen haben. Solange uns also ein interessierter Verhandlungspartner gegenübersitzt, müssen die Verhandlungen mit Augenmaß, diplomatisch und sachlich fortgesetzt werden, denn es gibt kaum einen Grund für einen einseitigen Rückzug Europas. Darüber hinaus muss das CETA-Abkommen jetzt rasch abgeschlossen werden.“

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