Industrie zu CETA: Ergebnis wichtiges Signal der Vernunft

IV-GS Neumayer: Europäisches Parlament entscheidet für Arbeitsplätze und Wachstum – Umsetzung des Handelsabkommens für beide Seiten ein Gewinn

„Das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada ist ein Gewinn für beide Seiten. Die deutliche Annahme im Europäischen Parlament ist daher eindeutig eine Entscheidung für Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum in Europa und Österreich – und damit ein Signal der Vernunft. Es geht um die Rolle Europas in der Welt und ob dabei der Weg des fairen Freihandels oder jener des Donald Trump gewählt wird“, stellte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, anlässlich der klaren Zustimmung des Europäischen Parlaments zu CETA, heute, Mittwoch, fest. Für die Wettbewerbsfähigkeit Europas und Österreichs seien CETA und weitere Handelsabkommen wesentlich. Sie ermöglichten fairen Handel und Marktzugang für die heimische Industrie. „Zudem ist wesentlich, dass die Europäische Union international ein verlässlicher Akteur und Partner bleibt sowie ihre Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit unter Beweis stellt. Das Ja zu CETA ist daher ein großer europäischer Erfolg“, betonte der IV-Generalsekretär. Die EU habe bereits vor CETA 35 Abkommen zur Handelsliberalisierung abgeschlossen und dabei gute Erfahrungen gemacht. „Der Abschluss weiterer Abkommen muss daher ein zentrales Anliegen sein, wenn wir unsere hohen europäischen Standards weiter erhalten und in andere Regionen der Welt erfolgreich exportieren möchten“, so Neumayer. 

Kanada sei dabei für Österreich als viertwichtigster Überseemarkt ein wichtiger Partner: 2015 betrugen heimische Exporte nach Kanada 1,2 Mrd. Euro. Studien gehen von einer Zunahme der Exporte nach Kanada von 50 Prozent über acht Jahre aus. „Österreichs Handel mit der Welt sichert in unserem Land rund 1,7 Mio. Arbeitsplätze. Jeder Prozentpunkt mehr an Exporten bedeutet 10.000 neue Arbeitsplätze, EU-weit sichern Exporte an Drittstaaten 31,2 Mio. Beschäftigungsverhältnisse“, betonte der IV-Generalsekretär die Bedeutung der Ausfuhren für das Exportland Österreich und warnte gleichzeitig vor postfaktischen Kampagnen gegen Freihandel, die ohne Grundlage seien und – im Gegenteil – eine Gefahr für Arbeitsplätze und damit gegen die Zukunft unseres Landes gerichtet seien. „Das muss insbesondere in den anstehenden CETA-Abstimmungen in den Parlamenten der EU-Mitgliedsstaaten berücksichtigt werden“, so Neumayer abschließend.

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