Industrie: Regierung setzt wichtigen Impuls zur Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen mit China

IV-Vize-Präsident Bertsch: Unternehmen brauchen fairen Marktzugang – Bilaterale Kooperationen schaffen höhere Standards

IV-Vizepräsident Ing. Hubert Bertsch, Bertsch Holding,

„Für Österreich und seine Unternehmen bietet China Chancen und Herausforderungen zugleich. Um die Möglichkeiten zum Vorteil für beide Länder bestmöglich entfalten zu können, sind faire Wettbewerbsbedingungen der entscheidende Schlüssel. Mit ihrem aktuellen China-Besuch setzt die Bundesregierung ein ebenso klares wie wichtiges Signal für eine auch künftig erfolgreiche wirtschaftliche Zusammenarbeit“, betonte der Vize-Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Ing. Hubert Bertsch, am heutigen Donnerstag, der zudem auf die Bedeutung Chinas für die heimische Wirtschaft verwies. Die zweitgrößte Volkswirtschaft in der wirtschaftlich dynamischsten Region der Erde mit einem Binnenmarkt von 1,4 Mrd. Menschen biete gerade für die exportorientierte rot-weiß-rote Wirtschaft große Wachstumsperspektiven: Mit Ausfuhren von rund vier Mrd. Euro sei China bereits heute der wichtigste asiatische Exportmarkt für heimische Firmen.

„Um eine ausgewogene Handelsbilanz zwischen beiden Staaten zu erreichen, ist es entscheidend, Handelsrestriktionen zu beseitigen, um österreichischen Unternehmen einen besseren Marktzugang in China zu ermöglichen. Dazu kann die China-Reise der Bundesregierung zweifellos einen wichtigen Beitrag leisten“, so Bertsch. Außerdem seien chinesische Investitionen in Europa selbstverständlich willkommen, wenn sie auch zur lokalen Wertschöpfung beitragen würden. Gleichzeitig müssten aber europäische Investitionen in selbigem Ausmaß in China zugelassen sein, fordert der IV-Vize-Präsident mehr Reziprozität. Insgesamt müsse das Ziel der österreichischen und europäischen Außen- und Handelspolitik sein, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt von den Vorteilen einer weiteren Marktöffnung zu überzeugen. In diesem Zusammenhang seien die jüngsten Ankündigungen des chinesischen Staatschefs Xi Jinping positiv zu bewerten, dass der Marktzugang ausgeweitet werden soll. Ebenfalls hervorzuheben seien Aussagen des chinesischen Premiers Li Keqiang, wonach die Abgaben auf Autoimporte, die gegenwärtig 25 Prozent ausmachen, gesenkt werden sollen. Genauso wünschenswert wäre die Umsetzung der Ankündigung, ausländische Investitionen im Finanzsektor wie auch in der Automobil-, Schiffs- und Flugzeugindustrie zu erleichtern.

Ebenfalls auf der Agenda der aktuellen Reise sei zudem der Abschluss bilateraler Kooperationen gewesen, die ein wichtiges Instrument sind, um die wechselseitigen Wirtschaftsbeziehungen zu stärken und höhere Standards zu schaffen. „Durch gemeinsame Projekte – etwa im Umweltbereich – kann rot-weiß-rotes Know-how zu mehr Lebensqualität in den unterschiedlichsten Regionen Chinas führen. Denn das Bedürfnis nach steigender Lebensqualität nimmt in China ebenso zu, wie Fragen des Umweltschutzes. So könnten österreichische Betriebe ihre Kompetenz vor Ort in Form von Projekten bzw. Partnerschaften einbringen – zum Vorteil für China, Österreich und die Umwelt“, so Bertsch abschließend.

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