Industrie zu US-Wahl: Von einer starken Partnerschaft profitieren USA und EU

IV-Präs. Knill: Transatlantische Beziehungen wieder vertiefen – USA zweitwichtigste Exportdestination Österreichs – US-Wiedereintritt in Pariser Klimaabkommen

IV-Präsident Georg Knill

„Die USA und die Europäische Union sind die am engsten miteinander verbundenen Wirtschaftsräume der Welt. Nicht zuletzt auch wegen der derzeitigen Verwerfungen als Folge der Corona-Krise wäre eine verstärkte Zusammenarbeit bei wesentlichen politischen und ökonomischen Fragestellungen auf internationaler Ebene sinnvoll und wichtig. In diesem Sinne ist zu hoffen, dass der neue US-Präsident Joseph R. Biden Impulse für die Weltwirtschaft durch ein neues US-Konjunkturprogramm liefert. Wichtig wäre zudem eine Neuinterpretation der transatlantischen Beziehungen, indem die USA und Europa vermehrt aufeinander zugehen“, betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Georg Knill, am heutigen Samstag anlässlich der US-Präsidenten-Wahl. Daher plädiert die Industrie nach wie vor für ein modernes, gut gemachtes transatlantisches Abkommen, das Handelshemmnisse abbaut. Dieses könne ein starker Motor für nachhaltiges Wachstum und den Aufbau von Arbeitsplätzen in Europa und Österreich sowie den USA sein.

„Die Vereinigten Staaten sind der zweitwichtigste Exportmarkt für heimische Produkte und wiederum drittgrößter Investor in unserem Land“, verwies Knill zudem auf die hohe wirtschaftliche Bedeutung der USA für Österreich. Rund 200 heimische Betriebe produzieren in den USA und weitere 500 österreichische Tochterfirmen haben Vertriebsniederlassungen und Repräsentanzen in den USA.

EU-Interessen gemeinsam mit USA multilateral vertreten

Zudem sprach sich der IV-Präsident dafür aus, dass es gemeinsames Ziel von USA und Europäischer Union sein sollte, die „Lösungen für die großen globalen Herausforderungen unserer Zeit, wie den Klimaschutz, voranzutreiben“. Mit Blick auf die aktuelle Klimaziel-Diskussion in Europa begrüßt Knill, dass die USA wieder dem Pariser Klimaabkommen beitreten wollen. Zudem müsse wieder stärker der Fokus daraufgelegt werden, internationale Fragen, wie globale Armutsbekämpfung oder Friedenssicherung multilateral zu klären. „Europa sollte seine Interessen künftig auch stärker über internationale Organisationen, wie die WTO, OECD und UNO vertreten. Gemeinsam mit den USA als Partner könnte hier europäischen Zielen mehr Gewicht verliehen werden. Hier liegt es auch an Österreich, eine aktive Rolle einzunehmen und sich für ein transatlantisches Abkommen sowie für eine starke bilaterale und internationale Zusammenarbeit mit den USA einzusetzen“, so Knill abschließend.

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