IMD-Ranking: Österreich punktet mit wachsender Standortqualität

IV-GS Neumayer: Höchster Zuwachs unter allen untersuchten Ländern –Aufwärtsentwicklung durch geeignete Maßnahmen weiter forcieren – Nachholbedarf bei Steuer- und Abgabenlast sowie fairer Arbeitszeit

IV-GS Mag. Christoph Neumayer

Als „äußerst erfreulich und eine klares Signal, dass Österreich bei der Verbesserung seiner Standortqualität den richtigen Weg eingeschlagen hat“ bezeichnete der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, das Ergebnis des jüngsten „World Competitiveness Scoreboard 2018“ des renommierten Schweizer Instituts IMD. Der heimische Wirtschaftsstandort könne sich darin mit einem Plus von sieben Rängen über den höchsten Zuwachs unter allen im Ranking berücksichtigten 63 Ländern freuen. „Die von der Bundesregierung angekündigten und zum Teil bereits umgesetzten Maßnahmen für einen starken, international wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort Österreich zeigen Wirkung. Davon profitieren nicht nur die heimischen Unternehmen, sondern auch die Menschen in Form von Arbeitsplätzen und dem damit einhergehenden allgemeinen Wohlstand“, so Neumayer.

Erfreulich sei, dass sich der Standort in drei von vier Hauptkriterien verbessert habe: Statistische Fakten und Einschätzungen zeigen bessere Werte in den Bereichen „Economic Performance“, „Business Efficiency“ und „Government Efficiency“. Eine leichte Verschlechterung – und damit Aufholbedarf – gebe es in der Rubrik „Infrastructure“. Auch in der Unterkategorie „Tax Policy“ verharre Österreich auf einem der hintersten Plätze. „Österreich hat weiterhin eine der höchsten Steuer- und Abgabenquoten, zudem ist der Faktor Arbeit überdurchschnittlich hoch belastet. Den Ankündigungen hinsichtlich einer Senkung dieser Last müssen daher rasch Taten folgen“, verwies der IV-Generalsekretär zudem auf die ebenfalls angekündigte Senkung im Bereich der Körperschaftsteuer (KÖSt). Positiv sei, dass auch im strukturellen Bereich sowie bei Entbürokratisierung und Deregulierung substanzielle Fortschritte erkennbar seien – etwa bei der Reform der Sozialversicherungsstrukturen oder beim Thema „Gold Plating“. „All das wird sich zweifellos positiv auswirken – nicht nur auf dem Papier und in internationalen Rankings, sondern vor allem in der täglichen Praxis“, so Neumayer, der abschließend forderte: „Der täglichen Praxis sollten wir daher auch möglichst bald mit fairen, praxisgerechten, modernen Arbeitszeitregelungen entsprechend Rechnung tragen. Dies wäre ein weiterer entscheidender Schritt, wenn wir die derzeit so positive Entwicklung beibehalten und weiter ausbauen wollen.“

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