Industrie: Nächste Bundesregierung muss weiter attraktiver Standortpolitik hohen Stellenwert einräumen

IV-GS Neumayer: Avisierte KöSt-Senkung umsetzen – Weitere Entlastung bei Lohnnebenkosten – MINT-Ausbildungsplätze erhöhen

Erledigt

„Das internationale konjunkturelle Umfeld wird zunehmend rauer. Umso wichtiger ist es, dass die nächste Bundesregierung eine attraktive, umfassende Standort- und damit Beschäftigungspolitik betreibt. Dafür braucht es vor allem eine nachhaltige und substanzielle Entlastung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen, die mit der von der ehemaligen Regierung im Frühjahr vorgestellten Steuerreform bereits konkret in Aussicht gestellt wurde“, betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, am heutigen Freitag anlässlich der von der WKO vorgelegten richtigen und wichtigen Forderungen der Wirtschaft. Angesichts der hohen Abgaben- und Steuerlast sei die damals angekündigte Senkung der Körperschaftsteuer ebenso ein Gebot der Stunde wie die Reduktion der Lohnnebenkosten. Jeder Euro, um den die Körperschaftsteuer gesenkt werde, fließe zu 50 bis 75 Prozent in eine Erhöhung der Lohnsumme, wie empirische Studien zeigen. Eine spürbare Senkung der Belastung für Unternehmen sei daher „eine Frage der steuerpolitischen Gerechtigkeit.“

Zwtl.: Anzahl der Technikgraduierten um 20 Prozent steigern

Um die Zukunftsfähigkeit des Landes langfristig zu stärken, brauche es Verbesserungen im Bildungsbereich: Angefangen von der Elementarbildung über den Pflichtschulbereich bis zu den Hochschulen würden zahlreiche Verbesserungsvorschläge der Industrie auf dem Tisch liegen. Zudem müssten die Anstrengungen im MINT-Bereich weiter intensiviert werden. Neumayer: „MINT und Digitalisierung stellen nicht nur den Wirtschafts-, sondern auch den Bildungs- und Wissenschaftsstandort vor neue Herausforderungen, die rasch bewältigt werden müssen.“ Bis 2022 müssen die Weichen für 20 Prozent mehr Technikgraduierte in Österreich gestellt werden, um den Innovationsnachwuchs zu sichern und den Fachkräftemangel zu entschärfen, lautet eine zentrale Forderung der Industrie. Um den Fachkräftemangel zu lindern, brauche es zudem eine kluge Migrationsstrategie sowie die Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot-Karte.

Zwtl.: Erfolg der Unternehmen und Beschäftigten ist Basis für hohe Lebensqualität

„Ein wettbewerbsfähiger Standort und erfolgreiche Unternehmen mit ihren Beschäftigten sind das Fundament für unsere hohe Lebensqualität und den allgemeinen Wohlstand in Österreich. Gerade während einer Wahlauseinandersetzung muss das allen politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern bewusst sein. Es braucht die Umsetzung durchdachter Zukunftskonzepte – losgelöste Einzelmaßnahmen haben hingegen massive Belastungen nach den Wahlen zur Folge und schränken den Handlungsspielraum der nächsten Regierung massiv ein. Ebenso führen Uraltforderungen nach Arbeitszeitverkürzung oder zusätzlichen Steuern in eine beschäftigungs- und wirtschaftspolitische Sackgasse“, so Neumayer abschließend.

Die Forderungen der Industrie an die nächste Bundesregierung finden Sie unter:

Österreich mutig gestalten - Das Veränderungspaket der Industrie für die nächste Legislaturperiode 2019+ Kurzfristige Prioritäten und mittelfristige Ziele

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