Industrie: Zurückdrehen sinnvoller Reformen führt in beschäftigungspolitische Sackgasse

IV-GS Neumayer: Fair umgesetzte Arbeitszeitmodernisierung ist wichtige Reform für Beschäftigung und Standort – Panikmache der Arbeitnehmervertreter klarer Widerspruch zu betrieblicher Realität

IV-GS Mag. Christoph Neumayer

„Sämtliche Wirtschaftsprognosen gehen von deutlich niedrigerem Wachstum in den nächsten Monaten aus. Forderungen nach zusätzlichen Belastungen für Unternehmen sowie die ständige Kritik an sinnvollen Reformen, wie der Arbeitszeitmodernisierung, sind gerade in wirtschaftlich sensiblen Zeiten eine wirtschafts- und beschäftigungspolitische Themenverfehlung der Extraklasse. Sie gefährden bestehende Arbeitsplätze und die Schaffung neuer Beschäftigungsverhältnisse in Österreich“, betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, am heutigen Montag anlässlich aktueller Aussagen von ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. Gerade die fair und umsichtig umgesetzte Modernisierung der Arbeitszeiten habe zu einer Stärkung des Wirtschaftsstandorts geführt – mit positiven Auswirkungen auf die Arbeitsmarktentwicklung. Zudem sei in den vergangenen 12 Monaten mehr als deutlich geworden, dass Panikmache und Kampagnen der Arbeitnehmervertreter mit der gelebten Realität in den Betrieben nichts gemein haben – „wahltaktisches Kalkül dürfte hier wohl eher der Antrieb für die Kritik gewesen sein“.

Die Industrie fordert die wahlwerbenden Parteien zu einer seriösen und sachlichen Diskussion über wirtschaftspolitische Maßnahmen im Wahlkampf auf. „Ein wettbewerbsfähiger Standort und erfolgreiche Unternehmen mit ihren Beschäftigten sind das Fundament für unsere hohe Lebensqualität und den allgemeinen Wohlstand in Österreich. Gerade während einer Wahlauseinandersetzung muss das allen politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern – auch den Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern – bewusst sein“, so Neumayer, der sich abschließend dafür aussprach, Tages- und Parteipolitik aus den KV-Verhandlungen herauszuhalten und die Verhandlungen nicht bereits im Vorfeld durch unrealistische Forderungen zu erschweren.

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