Industrie zu Papamonat: Kluge Lösung für Unternehmen und Beschäftigte notwendig

IV-GS Neumayer: Standortverträgliche Lösung für alle Unternehmen und Beschäftigte finden – Kein Schnellschuss, Entscheidung über EU-Richtlinie abwarten

„In der Industrie besteht ein gutes partnerschaftliches Verhältnis zwischen Unternehmen und Beschäftigten in den Betrieben. Vor allem für Familienzeiten rund um die Geburt finden beide Seiten in aller Regel einvernehmliche und für alle Beteiligten praktikable Lösungen. Die Industrie plädiert daher dafür, an der bisherigen positiven Praxis festzuhalten und auf einvernehmliche Lösungen zu setzen“, betont der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, am heutigen Mittwoch anlässlich aktueller Diskussionen rund um den Papamonat. Insbesondere in Zeiten einer abschwächenden Konjunktur sollten zusätzliche Belastungen – auch im administrativen und organisatorischen Bereich – tunlichst vermieden werden, um Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplätze nicht zu gefährden. Dies gelte auch für die aktuelle Diskussion um den Karfreitag.

Zudem warnt die Industrie vor unüberlegten Schnellschüssen: Bei der Diskussion gelte es vor allem zu berücksichtigen, dass derzeit auf europäischer Ebene die Vereinbarkeits-Richtlinie weiterentwickelt werden soll. Dabei gehe es auch insbesondere um Familienzeiten von 10 Tagen für Väter unmittelbar nach Geburt eines Kindes. „Klug und lösungsorientiert wäre es, die Entscheidungen auf europäischer Ebene abzuwarten, bevor in Österreich eine Regelung beschlossen wird. Dies ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass sich die österreichische Bundesregierung grundsätzlich gegen ein Gold Plating, also das Übererfüllen von EU-Recht, ausgesprochen hat“, so Neumayer abschließend.

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