Industrie: Arbeitszeitverkürzung kontraproduktiv für Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze

IV-GS Neumayer: Völlig falsche Maßnahme, um Arbeitsplätze zu sichern – Arbeitszeitflexibilisierung hat sich bewährt – Flexibilität, Freiwilligkeit für neue Arbeitswelt

IV-Generalsekretär Mag. Christoph Neumayer

„Die Vorschläge für eine Arbeitszeitverkürzung und damit eine Verteuerung des Faktors Arbeit werden auch durch gebetsmühlenartige Wiederholung nicht besser“, betont der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer am heutigen Montag. Vielmehr sei dies eine Kampfansage an Arbeitsplätze und würde sämtliche Anstrengungen, Beschäftigung wiederaufzubauen, konterkarieren. Erst vergangene Woche hätten sich die Leiter der renommierten Wirtschaftsforschungsinstitute Wifo und IHS klar gegen eine gesetzliche Verkürzung der Arbeitszeit ausgesprochen. „Das sollte dringend ernst genommen werden“, so Neumayer.

„Überhaupt nicht nachvollziehbar und ein Schritt in die völlig falsche Richtung“ sei jegliche Diskussion darüber, die richtigen und wichtigen Maßnahmen zur Arbeitszeitflexibilisierung zurückzunehmen bzw. zu verschlechtern. „Die Modernisierung der Arbeitszeit hat sich für Unternehmen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewährt. Daran zu rütteln würde einen völligen Rückschritt bedeuten“, so Neumayer. Statt den von der COVID-19-Pandemie hart getroffenen Unternehmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Weg zum wirtschaftlichen Comeback zu erschweren, muss vielmehr eine Entlastung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt stehen.

Bei der Diskussion über die Veränderungen in der neuen Arbeitswelt – etwa im Bereich Homeoffice – brauche es weiterhin Flexibilität, Freiwilligkeit und passgenaue Lösungen auf betrieblicher Ebene, so Neumayer abschließend.

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