Friday to Friday for Future

Österreichs Industrie arbeitet und forscht rund um die Uhr für den Klimaschutz. Unsere Technologien sind weltweit führend z.B. bei Anlagenbau für erneuerbare Energieträger, innovativem Bauen oder bei Mobilität. Klimaschutz ist eine globale Herausforderung. In Österreich entwickelte Umwelttechnologien sind Teil der Lösung. 

Klimaschutz "Made in Austria"

Mit Innovation und Technologie leisten Österreichs Unternehmen einen weltweit wirksamen Beitrag für Umwelt und Nachhaltigkeit.

Österreichs Industrie kann Klimaschutz

Nicht allen ist bewusst, dass Österreichs Industriebetriebe in Sachen Innovation und Klimaschutz zu den Weltbesten zählen. Mit ihren Produkten sind sie am Weltmarkt sehr erfolgreich in den Bereichen Mobilität (effiziente Antriebstechnologien, Elektromobilität, Schienenfahrzeuge), Anlagenbau für erneuerbare Energieträger (insbesondere Wasserkraft und Windkraft), innovatives Bauen („Smart Buildings“, „Heizen und Kühlen mit Beton“, Holzbau) und Umwelttechnologie (Recycling, Abwasser- und Kreislaufwirtschaft). Kaum wo werden CO2-intensive Produkte, wie Zement, Stahl oder Papier, klimaschonender produziert als in Österreich.

Klimaschutz gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Reduktion des weltweiten CO2-Ausstoßes, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind wesentliche Maßnahmen, um diese Herausforderung zu bewältigen. Dabei dürfen wir aber nicht übersehen:

  • Europa ist gerade einmal für knapp 10 Prozent der weltweiten CO2-Emmissionen verantwortlich.
  • Österreich steht für rund 0,2 Prozent (!) des weltweiten CO2-Ausstoßes.
  • Fast drei Viertel (72,2 Prozent) des verbrauchten Stroms wird durch erneuerbare Energie erzeugt. Damit ist Österreich in diesem Bereich Europameister.
  • Obwohl Österreich zu den wirtschaftlich erfolgreichsten und wohlhabendsten Ländern in der EU zählt und nicht auf Atomstrom setzt, liegt der Ausstoß an Treibhausgasen auf geringem Niveau (8,5 Tonnen pro Kopf).

Immer restriktiverer Klimaziele und noch höhere Energiesteuern für Unternehmen in Österreich führen daher zu keiner ökologisch spürbaren Lösung, weil sie praktisch keinen Effekt auf das Weltklima haben. In kaum einem anderen Land werden heute CO2-intensive Produkte, wie Zement, Stahl oder Papier, klimaschonender produziert, als in Österreich. Es macht daher keinen Sinn, die Produktion in Regionen zu vertreiben, wo Umweltschutz keinen hohen Stellenwert hat.

Nachhaltiger und vor allem wirksamer Klimaschutz sind letztlich nur durch technologische Innovationen wirklich möglich. Das sieht man u.a. beim Thema Energieeffizienz, wo Innovationen bei Speichertechnologien entscheidende Fortschritte gebracht haben: Energie mittels diverser Akku-Technologien zu speichern, ist heute weltweit deutlich (!) günstiger, als noch vor 10 Jahren.

 

Europas und Österreichs Antwort für den Klimaschutz kann daher nur in Innovation, Forschung, Entwicklung und modernster Technologie bestehen. Was viele nicht wissen: Hier zählen wir zu den Weltbesten, hier können wir einen weltweit wirksamen Beitrag leisten – und gleichzeitig den Wirtschaftsstandort Österreich erheblich stärken.

Bereiche, in denen Österreich am Weltmarkt mit besonders innovativen Produkten erfolgreich ist:

  • Mobilität (effiziente Antriebstechnologien, Elektromobilität, Schienenfahrzeuge)
  • Entwicklung neuer, energie- und rohstoffeffizienter Produktionsprozesse
  • Anlagenbau und Komponenten für erneuerbare Energieträger (insbesondere Wasserkraft, und Windkraft)
  • Energieeffiziente Produkte und Komponenten
  • Innovatives Bauen („Smart Buildings“, „Heizen und Kühlen mit Beton“, Holzbau)
  • Konzeption zukunftsfähiger Städte sowie verdichtetes und energiesparendes Bauen (urban labs unterschiedlicher Größe)
  • Umwelttechnologie im Bereich Recycling, Abwasser und Kreislaufwirtschaft

Klimaschutz 4.0

Richtig und smart umgesetzte Digitalisierung im produzierenden Bereich ist ein Schlüsselfaktor zur Steigerung der Energieeffizienz und Reduktion der Treibhausgasemissionen. So lautete eine Erkenntnis bei einem Workshop im November im Haus der Industrie Dabei beschäftigten sich mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Industrie, Hochschulen und Medien mit den Chancen und Auswirkungen durch die „Digitalisierung in der Industrie“. Eingeladen hatte der Klima- und Energiefonds in Kooperation mit der IV.

 

Unsere heimischen Industriebetriebe gehen mit gutem Beispiel voran und setzen Maßstäbe in Sachen Klimaschutz, u.a.:
 

  • „H2Future“ Linz
    Ein EU-gefördertes Leuchtturmprojekt in Sachen CO2-reduzierte Energiezukunft und Dekarbonisierung der Stahlproduktion wurde mit dem Projekt „H2Future“ in Linz realisiert. Das Projektkonsortium „H2FUTURE“ bestehend aus voestalpine, Siemens, VERBUND sowie Austrian Power Grid und den wissenschaftlichen Partnern K1-MET und ECN hat am voestalpine-Standort Linz die weltweit größte Pilotanlage zur Herstellung von „grünem“ Wasserstoff umgesetzt. Mit sechs Megawatt Anschlussleistung ist es die wirkungsvollste und modernste Anlage ihrer Art. Die Partner aus Industrie und Energiewirtschaft wollen damit an künftigen „Breakthrough-Technologien“ forschen, um den globalen Klimazielen langfristig gerecht zu werden.
     
  • Sappi Austria Produktions-GmbH: Fernwärmenutzung Bioenergie
    Das Kooperationsprojekt ermöglicht die Versorgung von 30.000 Grazer Haushalten beziehungsweise rund 15 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs in Graz mit ökologischer und regionaler Energie. Durch das Projekt können 20.000 Tonnen klimaschädliches CO2 eingespart werden.

Viele weitere Beispiele gibt es im Positionspapier der Industriellenvereinigung (IV) „Innovativ. Effizient. Nachhaltig

Je mehr wir uns also auf unsere tatsächlichen Stärken besinnen und sie ausbauen, je mehr wir Umweltschutz durch Innovation und Technologie „Made in Austria“ exportieren können, desto größer ist der Hebel für den globalen Klimaschutz. Das ist der wirksame Beitrag, den wir auch als kleines Land leisten können.

 

Kontakt

Dieter Drexel

DI Dieter Drexel

stv. Bereichsleiter Infrastruktur, Transport, Ressourcen & Energie, Umwelt, Industriellenvereinigung

T +43 1 71135 2394
dieter.drexel@iv.at


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