Industrie zu Mercosur: Für Österreich ein wichtiger Baustein für Zugang zu Zukunftsmärkten

IV-GS Neumayer: Österreich profitiert von gut gemachten und
fairen Handelsabkommen – Möglicher Türöffner für Wachstum und
Arbeitsplätze

„Gerade ein exportorientiertes Land wie Österreich und Europa benötigen den bestmöglichen Zugang zu internationalen Märkten und faire Wettbewerbsbedingungen. Das Abkommen mit dem Mercosur-Raum könnte als Türöffner sehr positiv für mehr Wachstum und Arbeitsplätze wirken. Denn die EU wäre weltweit der erste Handelspartner, der mit dieser Zukunftsregion ein derartiges Abkommen abschließt – das würde einen Riesenvorteil gegenüber unseren Mitbewerbern bringen“, betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, am heutigen Samstag anlässlich der politischen Einigung zu dem Abkommen zwischen EU und Mercosur. Bei der Diskussion über das Abkommen müssten jedenfalls die Chancen und Vorteile für Europa in den Vordergrund gerückt werden: So führe der Abbau von Handelshürden zu Exportsteigerungen, damit zu mehr Wachstum und steigender Beschäftigung in Österreich, Europa und Mercosur. Bereits abgeschlossene Freihandelsabkommen der EU hatten genau diese positiven Effekte für die Europäerinnen und Europäer zur Folge gehabt. Studien der Europäischen Kommission gehen von einer Verdoppelung europäischer Exporte nach Mercosur in 7 bis 10 Jahren sowie einer jährlichen Zollersparnis von 4 Mrd. Euro für europäische Exporteure aus.

Aktive europäische Handelspolitik gefordert

„Mercosur ist als siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt ein wichtiger Wirtschaftspartner und Markt für die österreichische Industrie“, so Neumayer. Mehr als 1.400 österreichische Unternehmen sind hier aktiv, die Warenexporte beliefen sich 2018 auf knapp eine Milliarde Euro. Zudem ist die EU der zweitbedeutendste Handelspartner für Mercosur und wichtigster Investor vor Ort. „Das Abkommen muss auch vor dem Hintergrund des gegenwärtigen weltweiten Wettlaufs um die besten Handelsbedingungen betrachtet und beurteilt werden. Eine aktive europäische Handelspolitik muss daher für Europa von vitalem Interesse sein“, erklärte der IV-Generalsekretär, der abschließend einmal mehr eine sachliche und faktenbasierte Diskussion über das Thema internationaler Handel forderte.

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