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Fat-Tax-Day 2026: Spitzenmanager leisten überproportionalen Beitrag zum Gemeinwohl

Taschenrechner, Euro-Noten, Münzen und Kugelschreiber

IV kritisiert andauernde Neiddebatte der Arbeiterkammer – Manager tragen Verantwortung für hunderttausende Arbeitsplätze

Jedes Jahr kritisiert die Arbeiterkammer die Einkommen der österreichischen Top-Managerinnen und Top-Manager und entfacht mit dem sogenannten „Fat-Cat-Day“ regelmäßig eine Neiddebatte. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch eher um einen „Fat-Tax-Day“. Denn die hohe jährliche Lohnsteuerleistung der 20 CEOs der ATX-Unternehmen (ohne Berücksichtigung der Sozialversicherungsabgaben) leistet einen überproportionalen Beitrag zum Gemeinwohl in Österreich. Allein mit der im Jahr 2024 entrichteten Lohnsteuer dieser 20 ATX-CEOs hätten 78.052 Jahreskarten der Wiener Linien finanziert werden können.

Laut Statistik Austria betrug die Steuerleistung des obersten Prozent der Lohn- und Einkommensbezieher 24,2 Prozent des gesamten Lohn- und Einkommenssteueraufkommens. Dabei macht dieses eine Prozent nur 9,3 Prozent der gesamten lohn- und einkommenssteuerpflichtigen Einkünfte aus. Besserverdienende tragen somit überproportional zur Finanzierung unseres Staates bei.

Berechnungsmethode realitätsfern

Die Industriellenvereinigung übt zudem Kritik an der zugrunde liegenden Berechnungsmethodik, da Annahmen wie zwölf Arbeitsstunden pro Tag und lediglich zehn Urlaubstage nicht der Lebensrealität regulärer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entsprechen. Auch dies trägt dazu bei, unterschiedliche Einkommensgruppen gegeneinander auszuspielen.

Darüber hinaus leisten die Einkommen von Top-Managerinnen und Top-Managern aufgrund des progressiven Einkommensteuersystems einen überdurchschnittlich hohen Beitrag zur Finanzierung staatlicher Sozialleistungen. Anstatt sich in Neiddebatten zu ergehen oder immer wieder nach höheren Steuern oder neuen Erbschafts- oder Vermögenssteuern zu rufen, sollte sich auch die Arbeiterkammer Gedanken über echte und nachhaltige Reformen machen.