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Bildungskompass: Transparenz muss Ausgangspunkt für bessere Schulentwicklung sein

Fairer Vergleich statt Ranking – Daten konsequent nutzen – Schulen stärker voneinander lernen lassen

Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt den Bildungskompass als wichtigen Schritt zu mehr Transparenz und datenbasierter Schulentwicklung: Transparenz über Schulqualität ist zumutbar und notwendig. Entscheidend ist, dass Schulen fair verglichen werden und Daten nicht Selbstzweck bleiben, sondern als Grundlage für konkrete Schulentwicklung genutzt werden.

Der Bildungskompass mache sichtbar, wo Schulen unter vergleichbaren Voraussetzungen besonders wirksam arbeiten und wo gezielte Unterstützung notwendig ist. Es gehe daher nicht um Rankings, sondern um Verantwortungsübernahme am Standort für Verbesserungen. Kein Bildungssystem wird besser, wenn Leistungsunterschiede verborgen bleiben. Die Veröffentlichung ist ein Instrument für bessere Steuerung. Dort, wo Unterstützung notwendig ist, muss sie gezielt ankommen. Wer Bildungsqualität verbessern will, muss hinschauen – sachlich, fair und mit dem klaren Ziel, Schülerinnen und Schüler besser zu fördern.

Der entscheidende Hebel liege nun darin, Lernen zwischen Schulen systemisch zu verankern. Erfolgreiche Standorte müssen ihre Konzepte nicht nur sichtbar machen, sondern in strukturierte Austausch- und Entwicklungsprozesse mit anderen Schulen eingebunden werden. Wir brauchen einen systematischen Transfer erfolgreicher Ansätze. Dort, wo Schulen besonders wirksam arbeiten, müssen wir genauer hinschauen und daraus lernen. Gute Schulen müssen Vorbild und Partner für andere Standorte werden können. Genau darin liegt der Hebel für mehr Bildungsqualität. Als nächste Schritte brauche es nun den konsequenten Ausbau des Bildungskompasses, klare Entwicklungsprozesse für Standorte mit Unterstützungsbedarf und mehr Verantwortung am Schulstandort.