Ergebnisse des Global Innovation Index 2026 sind Auftrag für mehr Wachstumskapital

Österreich verbessert sich auf Rang 18 – starke Innovationsergebnisse müssen durch bessere Rahmenbedingungen und mehr Risikokapital in Wertschöpfung übersetzt werden
Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt die Verbesserung Österreichs im Global Innovation Index auf Rang 18. Österreich erzielt bei F&E-Investitionen, internationalen Patentanmeldungen und wissenschaftlichen Ko-Publikationen aus Forschung und Industrie starke Ergebnisse. Der Aufstieg um einen Rang ist erfreulich, zugleich hat sich Österreichs Gesamtposition im Index über die vergangenen Jahre nur wenig bewegt. Der Index zeigt zugleich Aufholbedarf bei den Rahmenbedingungen für Innovation, insbesondere bei Risikokapital und der Produktivitätsdynamik. Entscheidend ist, dass aus exzellenter Forschung und guten Ideen noch häufiger marktfähige Produkte, erfolgreiche Unternehmen und hochwertige Arbeitsplätze entstehen.
„Österreich ist eine starke Ideenschmiede. Wir müssen Forschung und Innovation noch konsequenter in Wertschöpfung und Wachstum übersetzen. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen entlang des gesamten Innovationszyklus – von Forschung und Technologietransfer über Deep Tech Start-ups bis zur globalen Skalierung“, betont IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.
Gerade bei Risikokapital und der Mobilisierung privaten Kapitals besteht Handlungsbedarf. „Der in der Industriestrategie 2035 vorgesehene Start-up und Scale-up-Dachfonds muss nach dem Vorbild internationaler Best Practices operativ werden. Er soll die Finanzierungslücke zwischen erfolgreichem Start-up und international wettbewerbsfähigem Unternehmen schließen und dazu beitragen, Scale-ups am Standort zu halten. Gleichzeitig braucht Europa ein starkes, eigenständiges Horizon Europe, das mit mindestens 200 Milliarden Euro ausgestattet ist, um im globalen Technologiewettbewerb die nötige Forschungs- und Innovationskraft zu entfalten“, so Neumayer.

