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EU-Mercosur-Abkommen tritt vorläufig in Kraft – starkes Signal für fairen Handel

Nationalflaggen der Mercosur-Staaten

Neue Dynamik für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

Ab 1. Mai wird das EU-Mercosur-Abkommen vorläufig angewandt und markiert damit einen historischen Fortschritt in der EU-Handelsagenda. Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen wird der Zugang zu einem Markt mit über 260 Millionen Menschen – einem der größten Wirtschaftsräume der Welt – ebenso erleichtert, wie der Bezug kritischer Rohstoffe aus der Region.

„Das ist ein starkes und dringend notwendiges Signal für offene Märkte sowie regelbasierten Freihandel und die Handlungsfähigkeit Europas. Das Mercosur-Abkommen bietet wesentliche Vorteile für die exportorientierte Wirtschaft in Österreich und der EU. Umso wichtiger ist, dass diese Chancen nun rasch wirksam werden“, betont Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV).

Die vorläufige Anwendung bringt spürbare Verbesserungen für Unternehmen: Rund 91 Prozent der Zölle auf Industriegüter werden schrittweise abgebaut – das entlastet europäische Unternehmen um bis zu vier Milliarden Euro. Das ist insbesondere für das exportorientierte Österreich wesentlich. Zudem trägt das Abkommen wesentlich zur Diversifizierung der Handelspartner und somit zur Stärkung der europäischen Resilienz bei. 

Zusätzliche Wertschöpfungseffekte von 300 Millionen Euro sowie 2.000 neue Industriearbeitsplätze werden erwartet. Für die exportorientierte Industrie in Österreich eröffnet das Abkommen damit zusätzliche Wachstumschancen und stärkt nachhaltig Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung. „Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Lage sind neue Märkte und verlässliche Partnerschaften entscheidend. Das Abkommen setzt hier ein klares Signal für mehr Stabilität und regelbasierten Handel“, so Neumayer.