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Life-Science- und Pharmastandort stärken

Arztin und Patient beim Beratungsgespräch

Einseitige Darstellung von Medikamentenausgaben kontraproduktiv – Life-Science-Strategie umsetzen – zentrale Schwachstellen im Gesundheitssystem angehen

Ein starker Life-Science- und Pharmastandort ist ein wesentlicher Faktor für medizinischen Fortschritt, Versorgungssicherheit, Innovation und wirtschaftliche Wertschöpfung. Life-Sciences und Biotechnologie wurden daher zu Recht als Schlüsseltechnologien in der Industriestrategie verankert. Innovationen in diesem Bereich dürfen nicht allein als Kostenfaktor betrachtet werden, sondern als Investitionen in Gesundheit, Wettbewerbsfähigkeit und den Wirtschaftsstandort. „Ein wettbewerbsfähiger Life-Science- und Pharmastandort schafft die Voraussetzungen für Investitionen, Forschung und Entwicklung sowie Produktion in Österreich und leistet damit einen wichtigen Beitrag für Gesundheit und Standort. Wer in Innovation investiert, investiert nicht nur in die medizinische Versorgung, sondern auch in die Zukunftsfähigkeit“, so IV-Generalsekretär Christoph Neumayer anlässlich des heute vom Dachverband der Sozialversicherungsträger präsentierten Heilmittelreports.

Österreich verfügt über ein starkes Life-Science-Ökosystem, das von der Grundlagenforschung über Forschung und Entwicklung bis hin zur Produktion reicht. Auf diesen Stärken gilt es aufzubauen. Entscheidend sind nun Rahmenbedingungen, die Investitionen erleichtern, technologische Fortschritte fördern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken. Forschung und Entwicklung sowie Produktion müssen dabei gleichermaßen im Fokus stehen. Eine einseitige und verkürzte Darstellung von Medikamentenausgaben, die etwa auch Rückzahlungen im Rahmen von Preismodellen ausblendet, ist verzerrend und kontraproduktiv. „Wir müssen die Effizienzpotenziale im Gesundheitssystem heben, hierfür gilt es aber an den zentralen Schwachstellen anzusetzen. Zersplitterte Zuständigkeiten führen zu Doppelstrukturen, es fehlt an den notwendigen Kompetenzbereinigungen sowie an der Reduktion der Schnittstellen. Die im Regierungsprogramm vorgesehenen bundesweit einheitlichen und verbindlichen Versorgungspfade harren ebenso der Umsetzung. Nur durch strukturelle Reformen können wir Versorgungsqualität, Innovationskraft und Wertschöpfung langfristig absichern“, so Neumayer abschließend.