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LLL-Strategie 2040: Weiterbildung als Schlüssel für Fachkräftesicherung und Wettbewerbsfähigkeit

Diverse Gruppe von Studenten lernen in einer Bibliothek

Industrie begrüßt Startschuss für neue Weiterbildungsstrategie – Berufliche Qualifizierung, betriebliche Weiterbildung und wirksamer Mitteleinsatz müssen im Mittelpunkt stehen

Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt den Startschuss der Bundesregierung für die Erarbeitung einer österreichischen Strategie zum lebensbegleitenden Lernen bis 2040. Insbesondere die enge Verknüpfung mit der Fachkräftestrategie und der Industriestrategie sowie der ganzheitliche Blick auf Grundkompetenzen, berufliche Qualifizierung und Weiterbildung sind wichtige Schritte für den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Österreich.

„Lebensbegleitendes Lernen ist eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts. Wir müssen Menschen über alle Lebensphasen hinweg die Möglichkeit geben, ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln – von der Sicherung grundlegender Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen bis zur beruflichen Höherqualifizierung und dem Erwerb neuer Zukunftskompetenzen. Entscheidend ist, dass Weiterbildung nicht erst bei Arbeitslosigkeit ansetzt, sondern Menschen bereits im Erwerbsleben neue Perspektiven eröffnet“, betont IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.

Betriebliche Weiterbildung stärken – keine zusätzlichen Belastungen

Die IV begrüßt ausdrücklich, dass die wichtige Rolle der Unternehmen bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Strategie anerkannt wird. Betriebe investieren bereits erhebliche Mittel in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Besonders positiv ist daher die ausdrückliche Festlegung, dass durch neue Finanzierungs- und Fördermodelle keine zusätzlichen Lohnnebenkosten oder Unternehmensabgaben entstehen dürfen.

„Unsere Unternehmen leisten bereits einen enormen Beitrag zur Aus- und Weiterbildung. Es ist richtig und wichtig, dass dieser Einsatz anerkannt wird und zusätzliche finanzielle Belastungen ausdrücklich ausgeschlossen werden. Was wir brauchen, sind bessere Rahmenbedingungen und gezielte Anreize für Weiterbildung – keine neuen Abgaben“, so Neumayer.

Gesamtsystem weiterentwickeln, Förderungen auf Wirksamkeit prüfen

Besonders begrüßt die IV die vorgesehene Evaluierung und Novellierung des Erwachsenenbildungsförderungsgesetzes sowie die stärkere Ausrichtung öffentlicher Förderungen an Qualität, Zielerreichung und Wirksamkeit. Die Strategie bietet die Chance, bestehende Strukturen und Förderinstrumente gesamthaft zu überprüfen, Doppelgleisigkeiten abzubauen und die Weiterbildungslandschaft transparenter und effizienter zu gestalten.