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Pensionssystem nachhaltig absichern – strukturelle Reformen dürfen kein Tabu sein

Verschwommene Menschenmenge

Deutschland setzt wichtige Schritte, Österreich muss die Weichen für langfristige Finanzierbarkeit, Generationengerechtigkeit und Zukunftsinvestitionen stellen

Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt die Ankündigung der deutschen Bundesregierung, das gesetzliche Pensionsantrittsalter künftig an die Lebenserwartung zu koppeln. Ebenso positiv ist, dass die NEOS auch innerhalb der österreichischen Bundesregierung offen über weitere Reformschritte zur langfristigen Absicherung des Pensionssystems diskutieren. Angesichts der demografischen Entwicklung braucht es den Mut, Herausforderungen klar anzusprechen und nachhaltige Lösungen auf den Weg zu bringen.

Österreich steht angesichts der Alterung der Gesellschaft vor ähnlichen Herausforderungen wie viele andere europäische Staaten. Bereits heute fließt ein erheblicher Teil des Bundesbudgets in die Finanzierung des Pensionssystems. Ohne zusätzliche strukturelle Maßnahmen wird dieser Anteil in den kommenden Jahren weiter steigen und den finanziellen Spielraum für Investitionen in Bildung, Forschung, Innovation, Infrastruktur und den Wirtschaftsstandort massiv einschränken.

Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung sind erste Schritte. Sie werden jedoch nicht ausreichen, um die langfristige Finanzierbarkeit des Systems sicherzustellen. Österreich braucht den Mut, jene Reformen anzugehen, um die Finanzierbarkeit des Pensionssystems dauerhaft sicherzustellen. Die steigende Lebenserwartung und die zunehmende Belastung des Budgets machen eine faktenbasierte und ideologiefreie Diskussion über die Weiterentwicklung des Systems notwendig. Wer Generationengerechtigkeit, einen starken Sozialstaat und ausreichend Spielraum für Zukunftsinvestitionen sichern will, darf notwendige Reformen nicht länger aufschieben.